Landriano ist eine Gemeinde in der Provinz Pavia in der Lombardei, am linken Ufer des südlichen Lambro, der hier eine kleine Insel mit der alten Burg bildet. Der Ort ist seit dem elften Jahrhundert belegt, als er dem Kloster Sant'Ambrogio in Mailand gehörte; seine ansässigen Herren nannten sich nach ihm Capitani di Landriano, später Landriani. Zur Zeit des Konflikts zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und den lombardischen Kommunen beherbergte Landriano mehrfach Barbarossa selbst, der Burg und Ort wieder aufbauen und zu einem regelrechten Burgflecken machen ließ. 1396 schenkte Gian Galeazzo Visconti zahlreiche Landgüter der Certosa di Pavia, und 1522 wurden die Taverna aus Mailand als Grafen von Landriano eingesetzt, bis die Feudalherrschaft abgeschafft wurde.
Am 21. Juni 1529 war Landriano Schauplatz der Schlacht, die den Krieg der Liga von Cognac und die Mailänder Ambitionen Franz I. beendete: Die seit langem nicht bezahlten Landsknechte weigerten sich, an der Seite der Franzosen zu kämpfen, die daraufhin vernichtend geschlagen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand ein Einwohner am Ufer des Lambro eine eiserne Hellebarde deutscher Herkunft, vermutlich von einem jener Söldner zurückgelassen. 1897 stießen Arbeiter in einer Sandgrube am Flussufer auf eine Schnalle, Ohrringe und eine Kamee aus Gold und Granaten, die der ostgotischen Kunst zugeschrieben werden und heute im städtischen archäologischen Museum von Mailand aufbewahrt werden. 1872 wurde der Gemeinde Pairana eingegliedert, die seit dem neunten Jahrhundert belegt ist und einst ein Lehen der Familie Bascapè war.
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Außerhalb von Landriano, aber als Ausflug gut erreichbar.
