Carpiano

Provinz: Mailand · Region: Lombardei · Einwohner: 3.976 · PLZ: 20080

Die marcita — die Wiese, die man im Winter mit kaum lauwarmem Quellwasser überstaut, damit das Gras nicht aufhört zu wachsen und auch bei Frost gemäht werden kann — soll in Italien zuerst in Carpiano angelegt worden sein. Sie war eine der Erfindungen, die den Reichtum des niederen Mailändischen ausmachten, und man verdankt sie den Mönchen: 1396 wies der Herzog von Mailand Carpiano den Kartäusern von Pavia zu, die daraus einen Wirtschaftshof machten, das Land urbar legten und ihre Bewässerungstechniken mitbrachten. Heute sind die Rieselwiesen fast verschwunden, ersetzt durch Reis, Weizen und Mais, und die Quelltöpfe, die sie speisten, werden immer weniger.

Dreitausendneunhundertsechsundsiebzig Einwohner in der Metropolitanstadt Mailand, im Parco Agricolo Sud. Der Ort liegt in dem Viereck, das vier große Abteien bilden — Chiaravalle, Mirasole, San Bassiano und Viboldone —, eben jene, die diese ganze Ebene entwässert und bewässert haben. Der Lisone, der das Gebiet durchzieht, ist ein kleiner Fluss, den die Kartäuser um 1300 gruben. Carpiano erscheint schon im Jahr 836 in Urkunden, und der Name soll von der Hainbuche kommen, dem Baum, der die Wälder ringsum füllte.

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