An der Vorderseite des Rathauses hängt eine Tafel, die an die Geburt Ferdinando Brusottis hier erinnert, eines Physikers, der zwischen 1839 und 1899 lebte und der, so die Tafel, Thomas Edison bei der Erfindung der elektrischen Lampe zuvorkam: sein Patent trägt das Datum des dreißigsten November 1877 und wird an der Universität Pavia verwahrt. In demselben Gebäude, im Ratssaal, hängen sechs Tafelbilder auf Goldgrund aus dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert — ein heiliger Thomas, ein heiliger Dominikus, ein heiliger Benedikt, eine heilige Katharina von Alexandrien, eine heilige Klara und drei Märtyrer.
Die erste Urkunde, die Rosasco und seine Burg betrifft, ist die Schenkung, die Otto der Erste 977 dem Bischof von Pavia machte; und diese Herrschaft dauerte, zwischen Afterlehen und Anmaßungen von Laien, bis zur Aufhebung der Feudalität 1797 — acht Jahrhunderte mit demselben Herrn, und der Herr war ein Bischof. Die Burg dagegen wurde 1636 von französischen Truppen schwer beschädigt und 1643 von den Piemontesen während des Monferrato-Krieges fast völlig zerstört; und danach fraß sie der Ort auf: Stücke der alten Befestigungen erkennt man in der Pfarrkirche und in den Häusern des Ortskerns, und die Reste eines Turms sind in die Apsis der Kirche eingebaut. Stehen geblieben sind der Torturm, der eine Zugbrücke und eine Pforte für Fußgänger hatte und den die Leute Turm des consegno nennen, weil er in napoleonischer Zeit Rathaus war und dort die jungen Männer ausgehoben wurden; ein langes Stück Mauer, dessen Mauerwerk älter als das Jahr 900 scheint; und der Hauptturm, viereckig, dreiundzwanzig Meter hoch, mit ghibellinischen Zinnen.
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