Der Ort hat sich selbst einen älteren Namen gegeben. Bis zum 27. November 1939 hieß er schlicht Cabiaglio; an jenem Tag beschloss das Gemeinderektorat einstimmig, Castel Cabiaglio anzunehmen, weil es der Lage des Dorfes am Eingang des Valcuvia historisch besser entspreche, und seit dem 7. August 1940 ist der heutige Name amtlich. In den historischen Urkunden kommt jenes Castello fast nie vor: der Ort heißt immer nur Cabiaglio. Doch eine Tafel des 19. Jahrhunderts an einem Haus im alten Kern trägt die Inschrift «Castel Cabiaglio, provincia di Como, Distretto di Cuvio», und eine Handschrift von 1821 zeigt ein Siegel mit der Aufschrift Comune di Castello Cabiaglio. Cabiaglio selbst führt man am ehesten auf Castrum Vallis zurück, die Burg des Tals, über Ca' Vallis und Ca' Biallis.
Der Löwe im Wappen gehört einer Familie. Als Pietro Cotta 1450 Lehnsherr des Val Cuvia wurde, suchte er Bündnisse mit den Notars- und Juristenfamilien des Tals; in Cabiaglio waren das die Leoni, dort seit dem 13. Jahrhundert ansässig, und sie wurden vor Ort zum Ausdruck der Lehnsgewalt. Im Pfarrarchiv liegt ein Druckblatt von 1700, das im Hintergrund den brennenden Ort zeigt und im Vordergrund Sant'Appiano, den Patron, daneben das Wappen der Leoni: die Familie steht dem Dorf im Weltlichen vor wie der Heilige im Geistlichen. Mitte des 19. Jahrhunderts behielt Cabiaglio, als es Gemeinde wurde, die Burg und den Löwen im Emblem. Im Jahr 1889 fand man rund zehn römische Plattengräber aus dem 1. Jahrhundert.
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Außerhalb von Castello Cabiaglio, aber als Ausflug gut erreichbar.
