Olmo Gentile

Provinz: Asti · Region: Piemont · Einwohner: 90 · PLZ: 14050

Olmo Gentile ist die Gemeinde mit den wenigsten Einwohnern in der Provinz Asti: ein paar Häuser oben auf den Hügeln zwischen der Langa und Ligurien, durchflossen vom Tatorba. Der Name scheint von der Ulme zu kommen, dem Baum, den man früher neben heiligen Orten als Zeichen des Schutzes pflanzte, und das Wappen bestätigt es: in der oberen Hälfte auf Rot eine grüne, entwurzelte Ulme, in der unteren auf Blau eine goldene, gezinnte Burg. Der Ort erscheint zum ersten Mal in einer testamentarischen Urkunde von 1142 und wuchs an den Salz- und Sardellenwegen, die die Langhe mit Ligurien verbanden.

Der viereckige Sandsteinturm ist der älteste Teil der Burg und stammt wohl aus dem zwölften Jahrhundert: oben trägt er schwere vorspringende Steinkonsolen, die einen heute verschwundenen Umgang gestützt haben dürften. Daneben entstand 1681 das Wohngebäude für Carlo Antonio Gozani, den Bischof von Acqui, der es als Sommersitz nutzte; dahinter lag das Haus für das Gesinde, bewohnt bis in die siebziger Jahre. Das Tor des befestigten Dorfes stürzte Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein, im Mauerwerk sind seine Spuren noch zu erkennen.

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