Frassino

Provinz: Cuneo · Region: Piemont · Einwohner: 290 · PLZ: 12020

Frassino liegt mitten im Varaita-Tal, in okzitanischem Sprachgebiet, wo der Ort Fraisse heißt: der Name ist der der Esche, und im Gemeindewappen steht denn auch eine entwurzelte Esche auf blau-silbern geteiltem Feld. Der Talboden verengt sich hier, deshalb sind die Siedlungen auf halbe Hanghöhe gestiegen; die Nordseite, der ubac, fällt in Felswänden auf das Dorf ab, während der sonnige adrech sanfter ist und früher weite Weiden trug.

Im Januar 1885 löste sich vom Monte Ricordone eine Lawine und begrub drei Weiler; mehr als siebzig Menschen kamen dabei um. Ein Kreuz erinnert daran, nicht auf dem Gipfel, sondern genau an der Stelle, an der der Schnee abriss. Der Ort war schon in römischer Zeit bewohnt und teilte lange das Schicksal der Markgrafschaft Saluzzo, bevor er an Savoyen kam. Seit Jahrhunderten arbeiten die Männer von Frassino als Maurer, geübt im Decken von Steindächern; dem Handwerk wird gerade ein Museum eingerichtet.

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