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Arco di Augusto

📍 Susa, Piemont · 53/100

Der Augustusbogen steht auf einer Anhöhe im westlichen Teil von Susa, an der einstigen Via Cozia, der heutigen Via delle Gallie. Errichten ließ ihn König Cottius zwischen 9 und 8 vor Christus, um das foedus zu feiern, das Bündnis, das er 13 vor Christus mit dem Kaiser geschlossen hatte. Zur Einweihung kam Octavian Augustus persönlich, der auf dem Rückweg aus Gallien in Segusium haltmachte.

Sehenswertes

Es ist ein einbogiges Bauwerk, 8,85 Meter hoch und 5,85 breit, mit Tonnengewölbe und Ecklisenen unter korinthisierenden Kapitellen; der gesamte Bau erreicht 13,07 Meter Höhe. Vier Ecksäulen mit kannelierten Schäften, teilweise in die Struktur eingelassen, tragen das Gebälk und erzeugen einen merkwürdigen optischen Effekt: Von welcher Seite man auch schaut, man sieht zwei je Ecke, und es scheinen mehr als vier zu sein. Über dem Gebälk läuft die Attika mit der Inschrift. Das Material kam aus der Nähe: Die Kalkstein- und Marmorblöcke wurden im Gebiet von Foresto gebrochen, und am Werk arbeiteten römische und mittelitalische Künstler zusammen mit einheimischen Handwerkern.

Der Besuch

Die Inschrift ist das, was man lesen sollte. Sie läuft über vier Zeilen an der Nord- und der Südseite und bestand ursprünglich aus vergoldeten Bronzebuchstaben: Die sind seit Jahrhunderten verschwunden, samt allen übrigen Metallteilen, und heute lässt sich der Text nur an den Aussparungen ablesen, die sie hielten. Sie besagt, dass Cottius im Amt des Präfekten, zusammen mit den vierzehn ihm unterstellten Völkern, den Bogen Augustus weiht; und jene Völker sind eines nach dem anderen aufgezählt, von den Segusini bis zu den Caturigen, von den Medulli bis zu den Vesubianern. Eine schriftliche Quelle, die nach zweitausend Jahren vollständig auf uns gekommen ist.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie um den Bogen herum und betrachten Sie den Fries, der über das ganze Gebälk läuft. An drei Seiten ist er noch lesbar; an der östlichen hat ihn die Zeit bis zur Unverständlichkeit zerfressen, eine gute Erinnerung daran, wie glücklich der Rest davongekommen ist. Seinen Zustand verdankt das Denkmal auch einer sorgfältigen Restaurierung zum Zweitausendjahrfeier zwischen 1990 und 1992. Ein Hinweis zum Zusammenhang: Die römischen Mauern nebenan gab es beim Bau des Bogens noch nicht, sie sind drei Jahrhunderte jünger.

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