⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa della Beata Vergine Assunta

📍 Crescentino, Piemont · 40/100

Die Pfarrkirche von Crescentino ist so alt wie der Ort: Die ursprüngliche Kapelle entstand höchstwahrscheinlich 1242, im Gründungsjahr des Burgfleckens, und 1486 ließ Gräfin Giovanna Tizzoni ihr eine dem heiligen Petrus geweihte Seitenkapelle anfügen.

Sehenswertes

Die heutige Kirche ist jünger: Der Grundstein wurde 1546 gelegt, die Weihe folgte fünf Jahre später, als der Bau noch nicht fertig war. Die Arbeiten endeten erst 1580, und 1592 erhob Erzbischof Marcantonio Visia sie bei seiner Visitation zur Pfarrkirche. Die Giebelfassade blickt nach Westen und ist in zwei von Pilastern gegliederte Register geteilt: unten drei Portale und zwei Fenster, oben das Rundfenster, von zwei Voluten flankiert und vom Giebel bekrönt, mit dem Bild des heiligen Crescentinus.

Der Besuch

Im Inneren tragen Pfeiler auf kreuzförmigem Grundriss Rundbögen und teilen den Raum in drei Schiffe, an die sich die Seitenkapellen öffnen; das Presbyterium liegt einige Stufen höher und wird von einer halbrunden Apsis geschlossen. Zu den Werken zählen das Fresko mit dem Martyrium des heiligen Crescentinus und ein Altarbild der Muttergottes mit dem Kind, das Guglielmo Caccia, genannt il Moncalvo, zugeschrieben wird.

Tipp der Redaktion

Es gibt eine Fassade, die diese Kirche nie bekam. Im achtzehnten Jahrhundert entwarf der Architekt Ferdinando Bonsignore ihren Neubau, doch die napoleonische Zeit machte alles zunichte, und die Zeichnung blieb auf dem Papier. Der Glockenturm dagegen ist jung: Der heutige entstand 1906 nach einem Entwurf des Ingenieurs Canetti, nachdem der frühere Turm abgebrochen worden war.

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