Oschiri zählt 3.436 Einwohner am Fuß des Monte Limbara, und in seinem Gebiet steht ein Denkmal, das niemand erklären kann: der Felsaltar von Santo Stefano, eine Granitwand, in die jemand geometrische Nischen geschlagen hat, Dreiecke und Vierecke. Man weiß nicht, wann er gemacht wurde, und auch nicht, wozu er diente: Darüber wird noch gestritten.
Kurz vor dem Ort steht die Kirche Nostra Signora di Castro, die einmal Kathedrale war: Von 1116 bis 1503 war Oschiri Bischofssitz, und das Bistum trug den Namen einer Stadt, Castro, die später verschwand. Worauf man hier aber am stolzesten ist, das isst man: die panadas, Teigkörbchen mit Fleischfüllung, die Mitte August ihr eigenes Fest haben. Name und Form gleichen der argentinischen Empanada und der portugiesischen Empada zu sehr, als dass es Zufall wäre: Die Verwandtschaft mit der iberischen Küche ist da, und sie ist alt.
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Außerhalb von Oschiri, aber als Ausflug gut erreichbar.