Das Teatro Eschilo, im Besitz der Gemeinde, ist das älteste Theater von Gela. Ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert, ist das heutige Gebäude das Ergebnis einer jüngeren Renovierung einer Struktur, die bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umgebaut worden war. In der zweiten Hälfte der Siebzigerjahre wegen Baufälligkeit geschlossen, wurde es am 27. Februar 2013 wiedereröffnet.
Sehenswertes
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschlossen die reichsten Grundbesitzer der Stadt gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung, ein kleines, aber elegantes Theater für Aufführungen und Konzerte zu finanzieren, auf dem Grundstück, auf dem die Kirche San Giovanni di Dio mit dem angeschlossenen Ricovero (Armenhaus) gestanden hatte, an der Piazza Sant'Agostino. Es wurde 1832 unter dem Namen «Maria Teresa» eröffnet, später in «Giuseppe Garibaldi» geändert. Die neoklassizistische Fassade hat drei rundbogige Eingänge auf einer Bossenfläche, mit ebenso vielen Fenstern darüber und einem großen Giebel; sie wurde um 1920 in Nachahmung des Originals wiederaufgebaut. Der ursprüngliche Innenraum, elegant und intim, hatte einen hufeisenförmigen Saal mit drei Rängen von Logen, mit Blattgold, Stuck und Samtvorhängen geschmückt.
Die Wände begannen jedoch nachzugeben, und die Gemeinde beschloss den Abriss: Die äußere Struktur wurde um 1920 und der Saal um 1930 neu gebaut, wieder hufeisenförmig, aber sehr spartanisch, mit etwa sechshundert Plätzen. Die Quellen schreiben, dass die Stadt damit ein echtes architektonisches Juwel des 19. Jahrhunderts verlor. Die ersten Filmvorführungen stammen aus den frühen Dreißigerjahren; in den späteren Jahrzehnten wurde der Verfall ernst, doch das Theater beherbergte weiter Kundgebungen, Tanzvorführungen, Tagungen, Konzerte und Aufführungen bis zur Schließung.
Der Besuch
Die Renovierungsarbeiten begannen 2000 mit Mitteln der Gemeinde und wurden im Januar 2009 mit einer Finanzierung der Europäischen Gemeinschaft wieder aufgenommen; 2010 kamen beim Bau einer äußeren Nottreppe die Ruinen zweier Sakralbauten zutage, die dort standen, wo heute das Theater steht, und die Arbeiten ruhten einige Monate. Das Projekt sah einen rechteckigen Saal mit zwei Logenrängen zu je fünfzehn Logen sowie die Galerie vor, mit Orchestergraben, einer großen Bühne mit Versenkung, Sorgfalt bei der Akustik und Klimatisierung. Programm, Öffnungszeiten und Kasse nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Stadt Gela zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Vor der Schließung beherbergte das Theater eine Reihe von drei Stücken, aufgeführt von der ersten Theatertruppe von Gela, «I Roccaverdina», unter der Leitung von Biagio Pardo: Scuru von Nino Martoglio, Pensaci Giacomino von Pirandello und Gatta ci cova von Russo Giusti.





