Die Kirche San Francesco di Paola, im Dialekt «do' Santu Patri» genannt, steht in Gela neben ihrem Kloster, dem ehemaligen Waisenhaus Regina Margherita. Sie wurde 1738 von den Brüdern des Minimenordens erbaut, die sie 1809 endgültig verließen.
Sehenswertes
Der Eingang ist mit einem spätbarocken Portal geschmückt, auf dessen Gebälk das Wappen der Minimen mit dem Wort «Charitas» erscheint. Links vom Tor führen Stufen zum Glockenturm, in dem zwei reich verzierte Glocken hängen, eine von Giacomo Grimaldi von 1880 und eine von Melchiorre di Burgio von 1832.
Der Innenraum ist mit feinem Stuck geschmückt, das Gewölbe mit einem Fresko der Verherrlichung des heiligen Franz von Paola. Über den Tabernakeln der fünf Kapellen stehen Statuen des heiligen Nikolaus von Bari, der heiligen Anna und des heiligen Franz von Paola, ein gekreuzigter Jesus mit einem Gemälde der Schmerzensmutter und eine Santa Maria delle Grazie; an den Wänden zeigen zwei Gemälde den heiligen Johannes von Gott und die heilige Anna. Im Presbyterium links steht ein reich geschnitzter Thron, in dem zwei Vögel die Armlehnen tragen. Über der Eingangstür befindet sich eine Empore mit Fresken aus der Bauzeit der Kirche, heute völlig verfallen.
Der Besuch
Die Kirche blieb ab 1987 für lange Restaurierungsarbeiten geschlossen, bis 2016; eine der Quellen verlegt die Wiedereröffnung auf 2018. Heute ist sie Sitz der ewigen eucharistischen Anbetung und trägt den Namen Kirche der Göttlichen Barmherzigkeit. Öffnungszeiten und Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Um 1970 enthüllte der Einsturz eines Teils des Fußbodens eine große unerforschte Krypta: Die herangezogenen Quellen sagen nicht, ob sie später untersucht wurde oder ob sie besichtigt werden kann.




