Mirabilia Urbis ist ein städtisches Museum von Mazara del Vallo in der entweihten Kirche San Bartolomeo in der Altstadt. Es zeigt die Funde aus der archäologischen Stätte Roccazzo und weitere Objekte aus dem Gemeindegebiet.
Sehenswertes
Unter den Funden aus Roccazzo ragen die des sogenannten «Grabs des Schamanen» heraus: eine Halskette, mehrere Geräte aus geschlagenem Stein, kleine Zylinder aus rotem Ocker, Schalen und Gefäße. Dazu kommen korinthische Keramik wie Aryballoi und ein Skyphos sowie attische Keramik des 5. Jahrhunderts v. Chr. wie Lampen und Lekythoi.
Auch die Kirche hat eine lange Geschichte. Die erste Kirche San Bartolomeo, um 1319, stand beim gleichnamigen Hypogäum in Miragliano am rechten Ufer des Flusses Mazaro; im Juli 1431 bauten die Brüder eine Kirche innerhalb der Stadt, und im Mai 1601 ließ Bischof Luciano De Rubeis den Grundstein der heutigen Kirche im damaligen Piano dei Sansoni legen. Das Portal ist von Tuffprofilen gerahmt und von einem durch Säulchen geteilten Fenster überragt; oben verläuft ein Steinband mit Metopen und Triglyphen, rechts steht ein kleiner Glockengiebel. Das Innere ist dreischiffig, mit Rundbögen auf Tuffpfeilern und einem Tonnengewölbe über dem Mittelschiff.
Der Besuch
Das Museum wurde am 30. Juni 2011 vorübergehend geschlossen, weil Putz von der Decke gefallen war: Vor dem Besuch sollte man bei der Gemeinde klären, ob und wann es geöffnet ist.
Tipp der Redaktion
Unter dem Kirchenboden liegen mehrere Krypten: Einige waren den Adelsfamilien der Stadt vorbehalten, andere dienten als öffentliche Grabstätte.




