Vaiano war bis 1949 ein Ortsteil von Prato, dann wurde es eine eigene Gemeinde. Der Ort aber ist viel älter als die Gemeinde: mitten darin steht die Badia San Salvatore, eine Kirche langobardischen Ursprungs, die zu einem mächtigen Kloster gehörte — zwischen dem zehnten und dem elften Jahrhundert benediktinisch, dann vallombrosanisch, und 1808 aufgehoben. Über dem Ort, in San Gaudenzio, steht eine Villa, in der Galileo Galilei gern weilte; sein Weinberg ist noch da, und einmal im Jahr, beim Junifest im alten Weiler Le Fornaci, kann man ihn besuchen, zusammen mit der Ölmühle und dem alten Brennofen.
In einem Haus des Ortes wurde 1849 Giuseppe Garibaldi beherbergt, auf der Flucht nach dem Fall der Römischen Republik. Jeden Februar hält Vaiano seinen Karneval, und hält ihn auf seine Art: fünf allegorische Wagen, von Freiwilligen gebaut, einer für jede Klasse der Grundschule, dazu ein Wagen für die Mittelschule; sie ziehen zwei Nachmittage und einen Abend lang durch die Straßen, und am letzten Abend wird der Wagen des Königs Karneval nach altem Brauch in Brand gesteckt und der Siegerwagen ausgerufen. Die Pieve der Heiligen Vitus und Modestus in Sofignano hat eine Fassade mit waagrechten Streifen aus grünem und weißem Marmor. Und Federico Fiumani, der Kopf der Gruppe Diaframma, hat ein Lied über den Ort geschrieben.
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Außerhalb von Vaiano, aber als Ausflug gut erreichbar.
