Der Ort ist weiß und schwarz, und sein Wappen sagt es: ein Hammer und zwei Meißel in Rot auf weißem, schwarz gestreiftem Feld, also die Adern des Marmors. Der Laaser Marmor war schon bei den Römern geschätzt, auch wenn der systematische Abbau erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts begann, und eine eigene Bahn, ein flaches Stück und eine sehr steile Standseilbahn, bringt ihn von den Brüchen an der Südseite des Tals herunter. Der Walther von der Vogelweide in Bozen ist aus Laaser Marmor; und aus Laaser Marmor sind die Grabsteine der amerikanischen Kriegsfriedhöfe des Zweiten Weltkriegs: Zwischen 1949 und 1962 wurden mehr als neunzigtausend geliefert, und bis heute wird ein beschädigter Stein nur durch einen aus demselben Marmor ersetzt.
Die andere Steingeschichte ist die der hochgeführten Wasserleitung, die den Ort durchquerte, sechshundert Meter lang und bis zu gut dreißig Meter hoch: 1907 zerstörte sie ein Brand, und geblieben sind nur die Abschnitte über der Etsch. Am zweiten Mai 1945, in den letzten Kriegstagen, erschoss die Wehrmacht hier neun Menschen als Vergeltung für einen versuchten Munitionsdiebstahl aus dem Pulvermagazin von Tschengls. Heute wachsen im Tal auch Aprikosen, und fast alle sprechen hier Deutsch.
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In der Nähe von Lasa
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Sehenswertes im Umkreis von 25 km
Außerhalb von Lasa, aber als Ausflug gut erreichbar.
