⛪ Kirchen und Heiligtümer

Santuario di Santa Maria dei Miracoli

📍 Andria, Apulien · 50/100

Das Heiligtum der Madonna dei Miracoli, auch Heiligtum der Madonna d'Andria genannt, ist ein katholisches Heiligtum in Andria, an der Piazza San Pio X, in dem ein als wundertätig geltendes Bild der Madonna mit Kind bewahrt wird, von zwölf Sternen gekrönt, mit der Sonne rechts und dem Mond links.

Sehenswertes

Das Heiligtum ist auf drei Ebenen angelegt. Die älteste, unten, ist die Felsenkirche Santa Margherita aus dem 9. Jahrhundert: Die basilianische Laura umfasst einen dreischiffigen Saal mit Darstellungen aus der Genesis, und in der Grotte wurde die byzantinische Ikone der Madonna dei Miracoli gefunden, die noch heute dort ist. Die mittlere Ebene ist das Tempietto aus dem 16. Jahrhundert, ein fast quadratischer, in drei Schiffe geteilter Raum zwischen der Grotte und dem Presbyterium der Oberkirche, mit der Kreuzigungskapelle mit sehr schönen Fresken. Die obere Ebene, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, soll nach der lokalen Geschichtsschreibung von Cosimo Fanzago entworfen worden sein, eine in den jüngsten Studien bestrittene Zuschreibung; die Orgel von Michele Sessa aus dem Jahr 1854 ruht auf einer vergoldeten Holzempore von 1644. Im Bild stehen die zwölf Sterne für die zwölf Apostel, die Sonne für Christus und der Mond für die Jungfrau.

Nach katholischer Überlieferung wurde am Samstag, dem 10. März 1576, die basilianische Laura von Santa Margherita in Lama wiederentdeckt, nach einer Suche, die der Erscheinung der Madonna im Traum eines einheimischen Jungen folgte; dort fand man eine byzantinische Ikone, vor der eine Lampe aufgestellt wurde, die die drei Entdecker abwechselnd brennend zu halten versprachen. Als einer vergaß, sie mit Öl aufzufüllen, fand man die Lampe dennoch brennend und voller Öl: Das als Wunder geltende Ereignis wurde dem Bischof Luca Fieschi gemeldet, und am 6. Juni desselben Jahres erhielt das Bild den Namen Santa Maria dei Miracoli d'Andria. Die Obhut wurde den Cassineser Benediktinern aus Neapel anvertraut, die eine erste Kirche und im 17. Jahrhundert die Oberkirche und ein großes Kloster bauten; nach den Schäden von 1799 und der Aufhebung der Orden wurde die Kirche aufgegeben, und 1837 wurde sie den Augustinern aus Neapel anvertraut. 1855 blieb Andria von der Cholera und von einer Rebkrankheit verschont, ein zweites Wunder, und 1857 wurde eine vom König gestiftete goldene Rose angebracht; die Madonna dei Miracoli wurde zusammen mit dem heiligen Riccardo zur Mitpatronin der Stadt erklärt. 1907, zum fünfzigjährigen Jubiläum der Krönung des Bildes, wurde das Heiligtum zur Basilica minor erhoben.

Der Besuch

Das Heiligtum liegt an der Piazza San Pio X in Andria; Öffnungs- und Gottesdienstzeiten sowie der Zugang zu den unteren Ebenen sind auf der Website des Heiligtums (madonnadeimiracoli.it) zu prüfen, da die herangezogenen Quellen sie nicht nennen.

Tipp der Redaktion

Steigen Sie zur untersten Ebene hinab, der Felsenkirche Santa Margherita: Dort wurde nach der Überlieferung 1576 die byzantinische Ikone gefunden, und dort ist sie noch heute.

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