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⛪ Kirchen und Heiligtümer

Basilica del Santo Sepolcro

📍 Barletta, Apulien · 55/100

Die Stiftsbasilika vom Heiligen Grab ist eine der wichtigsten Kirchen von Barletta und bewahrt seit ihrer Gründung eine enge Verbindung zum Heiligen Land und zum Grab Christi.

Sehenswertes

Die Basilika im gemäßigten gotischen Stil hat einen dreischiffigen Grundriss mit sieben Jochen, ein Querhaus und eine Apsis pro Schiff; die drei Apsiden blicken auf den Corso Garibaldi, der Haupteingang liegt im Westen an einem Fußgänger-Vorplatz, der noch einen Teil des alten Portikus bewahrt, und man muss einige Stufen hinabsteigen, um einzutreten. Am Eingang liegt der Narthex, ein Raum, der niedriger ist als die Schiffe und von weiteren Räumen überbaut wird; die Joche sind durch Spitzbögen mit Kreuzrippengewölben gegliedert, und auf der oberen Ebene verlaufen die Emporen. Über dem Hochaltar thront ein hölzernes Kruzifix, und links vom Hauptportal erinnert eine Gedenktafel an die Weihe der Kirche und des Hochaltars am 24. Februar 1726 durch Nicola de Queralt, gebürtig aus Barletta. In der Kapelle über dem Narthex, geschmückt mit Ikonen des 13. Jahrhunderts und Fresken des 14. Jahrhunderts, kann laut den Quellen der Schatz vom Heiligen Grab besichtigt werden: ein doppeltes Patriarchenkreuz, ein Tabernakel mit dem thronenden Christus in der Mandorla, eine eucharistische Taube aus vergoldetem Kupfer, eine Monstranz des 12. Jahrhunderts und ein Brevier-Rituale jerusalemischen Ursprungs, ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert.

Das erste Dokument, das die Existenz der Kirche sicher belegt, stammt von 1130, dem Jahr, in dem Papst Innozenz II. den Orden der Kanoniker vom Heiligen Grab anerkannte; 1144 ist von der Gründung des Tempels durch die Ritter vom Heiligen Grab die Rede, die ihn nach ihrer Rückkehr aus Palästina zusammen mit anderen Bauten in ganz Apulien errichtet haben sollen. Die Kirche liegt strategisch günstig zwischen der adriatischen Via Francigena und der Straße nach Canosa und war Durchgangsstation für die Pilger und Kreuzfahrer, die vom Hafen von Barletta ins Heilige Land aufbrachen; an sie wurde das Pilgerhospital angebaut, das aus der Zeit zwischen Ende des 11. und Beginn des 12. Jahrhunderts stammt. 1291, nach dem Fall von Akkon, flüchtete der Patriarch von Jerusalem Randulphus nach Barletta und brachte nach alter Überlieferung kostbare Reliquien mit, darunter eine Staurothek mit einem Splitter vom Holz des Kreuzes, die seither in der Kirche besonders verehrt wird. 1456 beschädigte ein Erdbeben den Glockenturm; im Lauf der Geschichte lösten einander drei ab, und der letzte, ein barocker, wurde 1903 abgerissen. 1489 vereinigte Papst Innozenz VIII. die Kanoniker vom Heiligen Grab mit den Rittern des heiligen Johannes von Jerusalem, später von Malta; die Kirche wurde 1852 zur Stiftskirche, 1908 zur Pfarrkirche und 1951 zur Basilica minor erhoben. Zwischen 1968 und 1972 brachte eine umfassende Restaurierung Funde der mittelalterlichen Basilika zutage und gab dem Dach seine ursprüngliche Form zurück.

Der Besuch

Die Basilika hat ihre lange Front am Corso Vittorio Emanuele im Norden und die drei Apsiden am Corso Garibaldi im Osten. Die herangezogenen Quellen nennen weder Öffnungszeiten noch Zugangsbedingungen, weder für die Basilika noch für den Schatz: Diese sind bei der Pfarrei zu erfragen.

Tipp der Redaktion

Von der Basilika brechen die beiden abendlichen Prozessionen zum Heiligen Kreuzholz auf: die am Karfreitag, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht, und die am 14. September, die an das Gelübde während der Pest von 1656 erinnert und erstmals am 3. Mai 1657 stattfand.

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