Sehenswürdigkeiten · Cerignola

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  • Santuario Madonna di Ripalta

    Das diözesane Heiligtum Muttergottes Allerheiligste Maria von Ripalta steht in Ripa Alta, etwa neun Kilometer von Cerignola entfernt, auf einer steilen, etwa hundertfünfzig Meter hohen Klippe am linken Ufer des Ofanto. Es beherbergt die Ikone der Madonna di Ripalta, der Hauptpatronin der Stadt.

    Sehenswertes

    Ursprünglich wurden hier heidnische Riten ausgeübt: Das belegt eine Stele, wahrscheinlich Teil eines antiken Tempels, mit einer lateinischen Inschrift über den Bau eines Altars für die Göttin Bona, Gottheit der Weidewirtschaft und der Wälder. Die Existenz einer Kirche ist schon für das Jahr 947 n. Chr. belegt; 1259 nennt sie eine Urkunde des Propstes der Kirche von Canosa als Kirche der seligen Jungfrau Maria von Ripalta, und 1310 ging der Besitz an die Deutschordensritter. Ihr Zustand verschlechterte sich im Lauf der Jahrhunderte, bis 1931 Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten begannen, gefolgt 1974 von Erweiterungsarbeiten mit dem Bau von Querhaus und Apsis. Am 8. September 1992 wurde die Kirche zum Diözesanheiligtum erhoben, und 1993 ging der Besitz von Privaten an die Diözese über.

    Die byzantinische Ikone der thronenden Madonna mit Kind, die man ins 13. Jahrhundert datiert, ist ein Gemälde auf Leinwand über zwei Holztafeln gespannt und das einzige erhaltene Exemplar in Apulien des Typs Hodegetria dexiokratousa, bei dem die Jungfrau das Kind mit der Rechten hält und mit der Linken auf es weist. Die Madonna trägt eine blaue Tunika und ein purpurnes Maphorion, mit elf Blümchenkreuzen gesteppt; das Kind segnet mit der Rechten und hält in der Linken eine Schriftrolle, mit nackten, gekreuzten Beinen. Nach der Legende wurde sie um 1172 in einem Ort namens Ripa Alta von einer Bande von Übeltätern gefunden, die sie zum Schlagen von Speck benutzten: Beim Axthieb floss Blut aus der Tafel, und die Gesichter der Jungfrau und des Kindes erwiesen sich als verletzt. Das Volk wollte, dass die Narbe nicht restauriert wird, damit die Verurteilung der Gewalt stets lebendig bleibt. Seit 1859 ist die Madonna di Ripalta Hauptpatronin von Cerignola und wird am 8. September gefeiert.

    Der Besuch

    Das Heiligtum liegt in Ripa Alta, etwa neun Kilometer von Cerignola entfernt. Die Ikone bleibt dort vom zweiten Montag im Oktober bis zum Samstag nach Ostern und kehrt dann in den Dom von Cerignola zurück: An diesen Tagen pilgern die Gläubigen zu Fuß. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.

    Tipp der Redaktion

    Bei der Prozession mit der Ikone macht der Zug an zwei ländlichen Kapellen Halt, der Salve Regina von 1872 und den Pozzelle von 1833.

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