🖼️ Museen

Museo nazionale ferroviario di Pietrarsa

📍 Napoli, Kampanien · 60/100

Die erste italienische Eisenbahn war die Strecke Neapel–Portici, 1839 eröffnet, und sie lief genau hier am Ufer entlang. Wenige Jahre später wollte Ferdinand der Zweite eine Fabrik, die Lokomotiven im Land baute, statt sie in England zu kaufen, und 1840 entstanden die Werkstätten von Pietrarsa. Heute beherbergen jene Hallen das nationale Eisenbahnmuseum, mit dem Meer auf der einen Seite und dem Vesuv davor.

Sehenswertes

In den Schiffen der alten Werkstätten stehen die Lokomotiven in Reihe: der Nachbau der Bayard, die den ersten Zug zog, die Dampfungetüme des neunzehnten Jahrhunderts, die Elektrischen, die königlichen Wagen mit ihren Samtstoffen und hölzernen Aborten. Man geht dicht zwischen den Maschinen hindurch, ohne Glas dazwischen, und sieht die Schrauben, die Treibstangen und die Feuertüren.

Die Geschichte des Ortes ist aber nicht nur Technik. Im Sommer 1863, nach der Einigung, streikten die Arbeiter von Pietrarsa gegen Entlassungen, und die Truppe schoss: Es gab Tote und Verletzte, und es ist einer der ersten Fälle bei einem Arbeitskampf getöteter Arbeiter im geeinten Italien. Das Museum erzählt davon, und man liest es am besten mitten zwischen den Hallen, in denen es geschah.

Der Besuch

Das Museum liegt zwischen San Giovanni a Teduccio und Portici, mit einem Bahnhof wenige Schritte entfernt an der Linie nach Salerno; Eintritt gegen Gebühr, Ruhetag und kürzere Winterzeiten zu prüfen. Zwei Stunden. Im Sommer sitzt es sich gut auf der Wiese zum Meer hin.

Tipp der Redaktion

Treten Sie auf den Vorplatz zum Wasser und stellen Sie sich vor die Statue Ferdinands des Zweiten, den Rücken zu den Werkstätten: vor Ihnen der Golf und der Vesuv, hinter Ihnen die erste Lokomotivfabrik Italiens. Es ist der Punkt, an dem die Postkarte Neapels und seine Industriegeschichte in denselben Ausschnitt passen, und das kommt selten vor.

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