Castelforte

Provinz: Latina · Region: Latium · Einwohner: 4.401 · PLZ: 04021

An einem Ort, der noch heute Vattaglia heißt — Schlacht, im Dialekt —, besiegte im August 915 die von Papst Johannes X. zusammengerufene Liga die am rechten Ufer des Garigliano lagernden Sarazenen. Die Truppen kamen aus dem ganzen eben wiederhergestellten Königreich Italien, im Feld vom Papst selbst geführt, und mit ihnen waren Langobarden und Byzantiner: es war das Schlusskapitel der islamischen Ausbreitung in Italien. Castrum Forte entstand vor dem Jahr Tausend als Wachtposten über jenem Tal, und sein Grundriss ist der eines Waffenplatzes: eine Ringmauer mit runden Türmen, ein einziges Tor und ein Bergfried, der mit den anderen Befestigungen der Gegend Zeichen wechselte. Im Jahr 1079 gewährte Abt Desiderius von Montecassino den Bewohnern des nahen Suio ihre Freiheitsbriefe.

Am achtundzwanzigsten Dezember 1503 ertrank auf diesem Abschnitt des Garigliano Piero de' Medici, genannt der Törichte, Sohn Lorenzos des Prächtigen: er befand sich auf einem mit Waffen beladenen Boot, unterwegs nach Gaeta mit den Franzosen. Tags darauf gewannen die Spanier Gonzalo Fernández de Córdobas die Schlacht, die der französischen Herrschaft über den Süden ein Ende setzte. Im Jahr 1799, nachdem zwei Freiwilligenkompanien aus Castelforte mit Fra Diavolo gegen die Franzosen gekämpft hatten, belagerten und stürmten die französisch-polnischen Truppen des Generals Dąbrowski den Ort am Ostertag: bei der Vergeltung starben vierunddreißig Einwohner. Und ein Streit überlebt alles: der Grenzstreit mit Santi Cosma e Damiano, seit 1620 dokumentiert, ist noch offen.

🎉 Feste und Sagre in Castelforte 1

Was liegt in der Nähe

Luftlinie vom Ortskern. Tippe auf einen Punkt, um die Seite zu öffnen.