⛪ Kirchen und Heiligtümer

santuario di Nostra Signora della Salute

📍 Riomaggiore, Ligurien · 50/100

Das wertvollste Kunstwerk dieser Kirche befindet sich nicht mehr hier. Das Triptychon aus dem 15. Jahrhundert mit dem heiligen Laurentius zwischen den Heiligen Antonius Abbas und Bernhard, gemalt von jenem Unbekannten, den die Kunstgeschichte Meister der Cinque Terre nennt, stand einst auf dem Altar von Volastra und wird heute in der Pfarrkirche von Manarola aufbewahrt, der das Heiligtum untersteht. Geblieben ist der Bau selbst, im 12. Jahrhundert im oberen Teil des Dorfes in romanischen Formen errichtet und später gotisch überarbeitet, und das Marienbild im Inneren, das 1891 gekrönt wurde.

Sehenswertes

Die Giebelfassade besteht aus Quadern des örtlichen Steins und wird oben von einem Kranz kleiner Bögen abgeschlossen. Das Sandsteinportal hat einen Spitzbogen und darüber ein gotisches Biforium; im Bogenfeld zeigt ein Marmorrelief die gekrönte Madonna. An den Seitenwänden öffnen sich nur schmale Einzelfenster, gerade genug, um Licht hereinzulassen, ohne die Mauer zu schwächen.

Der Innenraum ist von fast ländlicher Schlichtheit: ein einziges rechteckiges Schiff unter einem Tonnengewölbe und eine schmale Apsis mit gotischem Bogen, in der ein barocker Altar steht, das einzige wirklich geschmückte Stück. Das Heiligtum gehört zur Gruppe der Marienheiligtümer der Cinque Terre, zusammen mit Nostra Signora di Montenero oberhalb von Riomaggiore, Nostra Signora delle Grazie und Nostra Signora di Reggio im Gebiet von Vernazza sowie Nostra Signora di Soviore oberhalb von Monterosso al Mare.

Der Besuch

Die Kirche steht am höchsten Punkt von Volastra, einem Ortsteil von Riomaggiore am Hang: von welcher Seite man auch kommt, das letzte Stück geht bergauf, und der Bau taucht unvermittelt hinter den Häusern auf. Sie ist Pfarrsitz im Vikariat der Riviera des Bistums La Spezia-Sarzana-Brugnato und gehört zur Pfarrei San Lorenzo in Manarola; die Öffnungszeiten richten sich nach den Gottesdiensten, die nach wie vor der verlässlichste Moment sind, um die Türen offen zu finden. Der Rundgang dauert nur wenige Minuten, doch unter dem Tonnengewölbe lohnt es sich innezuhalten, um zu ermessen, wie wenig sich der mittelalterliche Grundriss verändert hat.

Tipp der Redaktion

Wir empfehlen, am selben Tag auch die Kirche San Lorenzo in Manarola weiter unten einzuplanen: dort ist das Triptychon gelandet, das hier auf dem Altar stand, und wer beide Kirchen hintereinander sieht, setzt einen getrennten Bestand wieder zusammen. Wenn Sie die Uhrzeit wählen können, nehmen Sie den späten Nachmittag: der Stein der Fassade wird warm im Ton, und der Kranz der kleinen Bögen tritt im Streiflicht deutlich besser hervor.

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