⛪ Kirchen und Heiligtümer

Chiesa di San Martino

📍 Stella, Ligurien · 48/100

Erstmals urkundlich erwähnt wird diese Kirche 1251, und zwar aus einem sehr handfesten Anlass: dem Kauf einer Glocke. Die Überlieferung führt ihre Anfänge ins 5. oder 6. Jahrhundert zurück, und bis 1567 war sie die einzige Pfarrei von Stella. Der heutige Bau hält mindestens zwei Epochen zusammen: Mauerwerk des 16. Jahrhunderts unter einem Umbau des 18. Jahrhunderts, der so entschieden ausfiel, dass er das heutige Erscheinungsbild bestimmt. Sie steht auf dem Hügel, wo die Straßen aus Albisola Superiore, Celle Ligure, Varazze und Giovo Ligure zusammenlaufen.

Sehenswertes

Im Inneren ein lateinisches Kreuz mit drei Schiffen, ein Tonnengewölbe und eine achteckige Kuppel, die vollständig ausgemalt ist; die Temperamalerei stammt von Domenico Buscaglia aus dem späten 19. Jahrhundert. Sechs Pfeiler, drei je Seite, gliedern die Schiffe, mit Marmor verkleidet und von vergoldeten Kapitellen bekrönt.

Die Ausstattung verlangt einen langsamen Rundgang. Von Lazzaro De Maestri stammen Fresken und Leinwandbilder, darunter ein Medaillon mit der Krönung Mariens; von Paolo Gerolamo Brusco der heilige Martin von 1810; von Agostino Ratti die Marienkrönung an der Innenfassade aus dem späten 18. Jahrhundert. Dazu Figuren von Anton Maria Maragliano und ein heiliger Martin von Antonio Brilla. Das Taufbecken aus Marmor trägt die Jahreszahl 1728, die Kanzel stammt aus dem 19. Jahrhundert, das hölzerne Chorgestühl vom Ende des 18. Jahrhunderts rahmt den Hochaltar.

Der Besuch

Die Kirche ist die Pfarrkirche des Ortsteils San Martino und liegt an der Piazza Stefano Serventi; sie gehört zum Vikariat Albisola-Varazze im Bistum Savona-Noli, die Zeiten richten sich nach den Gottesdiensten. Einzuplanen sind die drei Kapellen der Pfarrei, verstreut im Umland: die Unbefleckte Empfängnis in Verne, San Pietro in Teglia und Sant'Anna.

Tipp der Redaktion

Vor dem Eintreten bleiben wir draußen und sehen uns den Glockenturm an: kräftig bunt bemalt und von einer Kuppel mit Keramikziegeln gedeckt, ein Hinweis auf Albisola, den Ort am Fuß einer der Straßen, die hierher heraufführen. Drinnen suchen wir dann den Punkt genau unter der Kuppelmitte: Von dort fügen sich die Fresken zu einem Ganzen, und erst diese Stelle wird Buscaglias Arbeit gerecht.

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