⛪ Kirchen und Heiligtümer

cappella dell'Immacolata

📍 Stella, Ligurien · 48/100

Über dem Altar hängt eine Leinwand, die drei selten gemeinsam gemalte Gestalten zusammenbringt: die Unbefleckte Empfängnis, den heiligen Philipp Neri und den heiligen Antonius von Padua. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist der Hauptgrund, an der Kapelle der Unbefleckten Empfängnis haltzumachen, einem kleinen Oratorium im Ortsteil Contrada, im Weiler San Bernardo auf den Höhen der Gemeinde Stella.

Sehenswertes

Die Architektur ist aufs Nötigste beschränkt: ein einziges Schiff, ein Tonnengewölbe, ein bescheidener Glockenturm an der linken Flanke, an die Sakristei angelehnt. Der Altarraum wird von hölzernen Balustraden abgeschlossen, und der Altar ist nicht aus Marmor, sondern aus Stein und Kalk, den Baustoffen eines Dorfes.

In der Mitte des Gewölbes wurde dieselbe Szene wie auf dem Altarbild in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch einmal gemalt. Der Vergleich liegt unmittelbar vor Augen und lohnt die Pause: zwei Hände, zwei Jahrhunderte Abstand, dasselbe Thema mit ganz anderen Absichten behandelt.

Der Besuch

Die Kapelle steht an der alten Straße, die Stella San Bernardo mit Stella San Giovanni verband, bevor der Verkehr anderswo verlief. Die Messe wird hier gewöhnlich einmal im Jahr gefeiert, am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis: An diesem Tag ist die Tür offen und das Bild aus der Nähe zu sehen. Sonst bleibt sie verschlossen, und es bleibt der Blick von außen.

Tipp der Redaktion

Wir kommen am 8. Dezember und gehen zu Fuß über die alte Straße: Es sind dieselben Kurven, die die Gemeinde nahm, und der Weg erklärt die Kapelle besser als jede Beschreibung. Wer zu anderer Zeit in Stella ist, fragt am besten in der Pfarrei von San Bernardo nach, das ist der einfachste Versuch hineinzukommen.

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