Lipomo

Provinz: Como · Region: Lombardei · Einwohner: 5.800 · PLZ: 22030

Der Ortsname geht wohl auf «Leponium» zurück, das im Gedicht des Anonimo Cumano über den Zehnjährigen Krieg zwischen Como und Mailand als «Lepomum» und «Leppomum» erscheint, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Schreibfehler; dahinter stünde «Laeponius», der Kommandant eines Comasker Militärpostens, dem hier eine Villa oder ein Landgut zugewiesen worden sein soll. Zwei weitere Deutungen sind im Umlauf: eine griechische für den unebenen, terrassierten Boden und eine französische, «lieu-pommes», der Ort der Äpfel. Vorgeschichtlich wären dagegen die Ritzungen auf zwei Glimmerschieferblöcken an den Hängen des Monte Croce, darunter fünf rituelle Schalengruben, die an das Sternbild Schwan erinnern sollen.

Das Wappen erzählt den Rest: oben in Rot das Kreuz mit dem Schriftzug LIBERTAS, das Zeichen Comos; unten ein Turm mit abwechselnd roten und silbernen Binden und guelfischen Zinnen, auf einem grünen Hügel, den ein blauer Fluss durchzieht. Der Turm gehört den de Herra, jener Familie, die seit dem späten siebzehnten Jahrhundert einen Großteil des Dorfes besaß; der Fluss ist der Valbasca, an dem Spuren der ältesten Siedlungen gefunden wurden. 1656 kaufte sich Lipomo, wie alle Orte der Pieve Zezio, aus den feudalen Bindungen frei und zahlte dafür eine nach der Zahl der Familien berechnete Abgabe.

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