Valmadrera

Provinz: Lecco · Region: Lombardei · Einwohner: 11.612 · PLZ: 23868

Valmadrera liegt in einer Mulde am östlichen Arm des Comer Sees, wo auch der kleine Hafen liegt, im Südosten vom Monte Barro begrenzt, im Nordwesten von den Gipfeln des Triangolo Lariano, darunter die Corni di Canzo: eben sie kehren als die drei Berge im Gemeindewappen wieder, das in Gold einen schwarzen Adler und einen roten Schrägbalken zeigt. Im Mittelalter gehörte die Vallis Magrera zur Pieve von Garlate und wurde von der Burg San Dionigi gedeckt, die die Leute aus Lecco im Zehnjährigen Krieg belagerten; 1296, im Streit um die Herrschaft von Mailand, nahm der Ort die Flüchtlinge aus Lecco auf, die vor den von Matteo I. Visconti befohlenen Verwüstungen flohen.

Die Pfarrkirche Sant'Antonio Abate entstand zwischen dem späten achtzehnten und dem frühen neunzehnten Jahrhundert; ihr neuer Glockenturm, auf der dem alten gegenüberliegenden Seite errichtet, misst 87,5 Meter und gehört zu den höchsten Italiens. Weiter oben war die mittelalterliche Wallfahrtskirche San Martino, auch Madonna del Latte genannt, einst ein militärischer Vorposten; sie bewahrt die Hülle einer Bombe, die im Zweiten Weltkrieg nicht explodierte. Am sentiero delle vasche, in der vom Torrente Inferno ausgewaschenen Schlucht, stehen noch die kleinen Staumauern, die das Wasser zur längst verschwundenen Spinnerei leiteten.

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