Fest des heiligen Paulus
📅 Jedes Jahr am 25. Januar
Am 25. Januar feiert Zavattarello seinen Patron, den heiligen Paulus, dem die Pfarrkirche geweiht ist; im Gemeindegebiet steht das Castello Dal Verme.
Der Name kommt von dem Gewerbe, das jahrhundertelang das wichtigste des Ortes war: Das vulgärlateinische savattarellum bezeichnet den Ort, an dem Pantoffeln, savatte, gemacht werden, und im Dialekt heißt das Dorf noch immer Savataré. Über den Häusern steht die Burg, Ende des zehnten Jahrhunderts vom Kloster Bobbio errichtet und später persönliches Lehen von dessen Bischof. 1264 gab der Bischof sie Ubertino Landi zu Lehen, einem mehrfach exkommunizierten Kriegsherrn, der die Feste bis zur Uneinnehmbarkeit ausbaute und zum Schrecken der Gegend wurde: Mit ihm begann, paradoxerweise, das Wachstum des Ortes. 1390 übergab Bischof Roberto Lanfranchi die Burg dem Söldnerführer Jacopo Dal Verme, und die Dal Verme hielten sie fast ohne Unterbrechung bis 1975, als sie sie samt den umliegenden Ländereien der Gemeinde schenkten: Im befestigten Bering hatte Jacopo eine der wichtigsten Kriegsschulen Europas gegründet. Die Mauern sind im Mittel vier Meter dick, die Räume mehr als vierzig, und das Gemeindewappen greift das Fresko über dem Eingangsportal auf: einen angeketteten Drachen, der einen Baum mit roten Äpfeln bewacht, mit dem Wahlspruch Praeda vigil vigilataque poma, die Beute ist wachsam und ihre Früchte gut behütet.
Zavattarello hat allerdings öfter Staat und Region gewechselt, als vernünftig ist. 1743 kam es durch den Vertrag von Worms an das Königreich Sardinien, dann an das napoleonische Frankreich und wieder an Piemont, 1859 landete es in der neuen Provinz Pavia und damit in der Lombardei; 1923, nach der Zerschlagung des Bezirks Bobbio, wurde es der Provinz Piacenza und der Emilia-Romagna zugeschlagen. Die Bewohner des oberen Tals protestierten, es kam zu dem, was sie den Marsch auf Bobbio nannten, und am 27. Februar 1925 fanden örtliche Volksabstimmungen statt, bei denen die Forderung nach Rückkehr zur Mutterprovinz mit fast hundert Prozent siegte; Rom stimmte zu, und 1926 kehrten Zavattarello, Romagnese und Ruino nach Pavia und in die Lombardei zurück, während Caminata und Trebecco bei Piacenza blieben. 1929 nahm die Gemeinde Valverde auf und hieß bis 1956 Zavattarello Valverde. Die durch einen Brand 1944 schwer beschädigte Feste wurde von der Gemeinde wiederhergestellt und ist heute ganz zugänglich; der Hügel ringsum, einst kahl gehalten, damit die Verteidiger jeden kommen sahen, ist zu einem Schutzpark geworden.
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Am 25. Januar feiert Zavattarello seinen Patron, den heiligen Paulus, dem die Pfarrkirche geweiht ist; im Gemeindegebiet steht das Castello Dal Verme.
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