Die Kirche San Pietro ist die älteste von Gallarate. Sie wurde zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert von den Maestri comacini, den Baumeistern aus dem Comer Raum, im romanischen Stil mit gotischen Elementen errichtet. Nach der Zerstörung von Castelseprio war sie lange ein Bezugspunkt nicht nur für Gallarate, dessen Pfarrkirche sie war, sondern für die ganze Grafschaft Seprio; im 15. Jahrhundert wurde sie sogar zu einer kleinen Festung umgebaut.
Sehenswertes
Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Kirche vielfach verändert, vom Glockenturm über die Seitenapsiden bis zu barocken Fenstern und der Verlegung der Tür, und sie diente auch als Versammlungsort, Tischlerwerkstatt und Metzgerei. 1844 wurde sie zum Nationaldenkmal erklärt, und zwischen 1897 und 1911 wurden bei einer Restaurierung der Glockenturm und die angebauten Häuser abgerissen, das alte Holzdach und die ursprüngliche Apsis wiederhergestellt und die Innenwände bemalt; am 28. Oktober 1911 wurde sie erneut geweiht.
Außen läuft rundum ein Band aus verschlungenen Bögen mit Kapitellen, deren Formen von Pflanzen und Tieren inspiriert sind, und an Wänden und Ecken sind einige Flachreliefs eingemauert. Das Innere ist einschiffig mit offenem Satteldach.
Der Besuch
Die Kirche liegt im Zentrum von Gallarate. Öffnungszeiten sind vor Ort zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Die Restaurierung von San Pietro war das erste Vorhaben der 1896 gegründeten Società gallaratese per gli studi patri: Die damals geborgenen Funde bilden den Grundstock der Sammlungen, die heute in ihrem Museum im ehemaligen Kloster San Francesco zu sehen sind.

