Die Kirche San Francesco steht an der Piazza Risorgimento im Zentrum von Gallarate. Die Franziskaner sind in der Stadt seit 1234 belegt: Am 6. Oktober jenes Jahres genehmigte Papst Gregor IX. mit der Bulle «Attendentes» das neue Kloster und bat den Erzbischof von Mailand, es zu unterstützen, und 1245 drängte Papst Innozenz IV. auf den Fortgang der Arbeiten. Das Kloster wurde am 18. Juli 1798 aufgehoben, und bald darauf wurde auch die alte Kirche zerstört.
Sehenswertes
Die heutige Kirche entstand zwischen 1906 und 1910 nach Plänen des Architekten Gaetano Moretti. Im Kirchenvorstand saßen damals die alten Familien und Industriellenfamilien der Stadt, darunter die Majno, Cantoni, Ponti, Bonicalzi, Forni und Sartorio, an die eine Marmortafel links vom Haupteingang erinnert. 1919 wurden die Fresken im Inneren fertiggestellt und die neue Fassade eingeweiht.
Die Kirche hat einen besonderen Platz im Gedächtnis der Einwohner von Gallarate, weil zwei Kardinäle mit ihr verbunden waren: Giovanni Colombo, Erzbischof von Mailand, und Efrem Forni, der auf eigenen Wunsch hier im monumentalen Sarkophag links vom Hauptaltar begraben ist. Seit 1965 steht neben der Kirche ein Kloster von Benediktinerinnen in Klausur, die sie betreuen.
Der Besuch
Die Kirche liegt an der Piazza Risorgimento. Öffnungszeiten sind vor Ort zu erfragen.
Tipp der Redaktion
In den Räumen des alten Franziskanerklosters, dem sogenannten Chiostrino, befindet sich heute das Museum der Società gallaratese per gli studi patri mit archäologischen Funden und einer Gemäldegalerie.

