Ursprünglich 1485 im spätromanischen Stil unter dem Namen Madonna della Consolazione erbaut, ist Santa Maria Assunta heute die Pfarrkirche von Orta San Giulio in der Provinz Novara. Bereits 1560 als Pfarrei bezeugt und der Aufnahme Mariens neu geweiht, wurde der Bau im 16. Jahrhundert erweitert und zwischen 1698 und 1725 umgestaltet, bevor der Architekt Carlo Nigra zwischen 1940 und 1941 die Fassade überarbeitete.
Sehenswertes
Außen zeigt sich nach Westen eine gestufte Giebelfassade, der eine Vorhalle aus dem 17. Jahrhundert vorgelagert ist: Sie ruht auf toskanischen Säulen und ist mit einem kleinen vielpassigen Fenster geschmückt. Das Eingangsportal besteht aus Serpentin von Oira und wird von zwei Fenstern flankiert; ganz oben krönt eine Skulpturengruppe mit der Aufnahme Mariens den Giebel. Neben der Pfarrkirche steht der quadratische Glockenturm, dessen Glockenstube auf jeder Seite ein einbogiges Fenster hat und von einem pyramidenförmigen Helm auf kreisrundem Grundriss abgeschlossen wird.
Im Inneren führen drei Schiffe, die Säulen mit Rundbögen voneinander trennen, zum Presbyterium und zur polygonalen Apsis. In den Seitenkapellen haben sich bedeutende Gemälde und Skulpturen erhalten: das Altarbild aus dem 17. Jahrhundert mit dem gegeißelten Christus zwischen den Heiligen Bernardino und Martha von Fermo Stella, eine gleichzeitig entstandene Leinwand mit der Aufnahme Mariens unter den Aposteln, das Bild der Unbefleckten Empfängnis von Stefano Maria Legnani und eine 1783 geschnitzte Holzstatue der Unbefleckten. Die Schule des Morazzone schuf 1617 das Fresko der Taufe Christi, während Luca Rossetti zwischen 1751 und 1763 die Wandfelder mit Szenen aus dem Alten Testament malte.
Tipp der Redaktion
Bevor du durch das Portal aus Oira-Serpentin ins Innere trittst, halte kurz bei der Vorhalle aus dem 17. Jahrhundert inne und schau dir die toskanischen Säulen und das kleine vielpassige Fenster an: Beides hat die späteren Umbauten der Fassade überstanden.
