Die Salita della Motta ist die Treppengasse, die von Orta zwischen den alten Palästen hinaufführt, und dieses Haus steht genau oben, wo die Gasse endet und sich ein gepflasterter Platz mit einer Balustrade aus kleinen Steinsäulen öffnet. In einem Ort, der ganz aus Stufen besteht, ist eine ebene offene Fläche ein Luxus, und darum steht der Palast dort.
Sehenswertes
Es ist ein Herrenhaus der Spätrenaissance, 1591 wiederhergestellt. Man erreicht es über eine breite Steintreppe; aus Stein sind auch die Fensterrahmungen und das Hauptportal, das im Schlussstein das Familienwappen trägt. Das Portal sitzt nicht in der Mitte der Front, und das ist der Hinweis, dass der Bau aus der Verbindung zweier verschiedener Körper entstand.
Der zweite, niedrigere Körper hat eine Nebentür und eine Terrasse, zu der eine dreiläufige Treppe führt. An der Fassade blieben Spuren von Fresken: Noch sichtbar sind das große gemalte Gesims des Mittelteils und die Medaillons über den Fenstern des zweiten Geschosses. Dahinter liegt ein italienischer Garten auf vier Ebenen, verbunden durch Steintreppen.
Der Besuch
Der Palast ist Privatbesitz und wird für Veranstaltungen genutzt: Platz und Fassade sieht man jederzeit von der Gasse, Innenräume und Garten hängen von den Öffnungen ab, die zu prüfen sind. Eine Viertelstunde von außen.
Tipp der Redaktion
Drehen Sie sich oben angekommen um. Von hier sieht man die Salita della Motta auf einen Blick, gerahmt von den Fassaden, und begreift, wie Orta gebaut ist: ein Ort am Hang, mit Häusern, die sich an die Neigung lehnen, und dem See, der stückweise zwischen den Palästen auftaucht. Es ist die Aussicht, die sich dieser Palast mit seiner Lage erkauft hat.
