Die Piazza Mokarta ist einer der Hauptplätze von Mazara del Vallo und öffnet sich zum Meer. Ihr Name stammt von der Porta Mokarta, dem Stadttor, das hier stand und seinerseits nach der auf mittelalterlichen Karten verzeichneten Burg Moyharta oder Moxharta benannt war, zu der die Straße außerhalb der Mauern führte. Eine Legende, die auch Giuseppe Pitrè überliefert, verbindet ihn dagegen mit einem arabischen Feldherrn, den Roger I. besiegte.
Sehenswertes
Den Platz beherrscht der Normannenbogen, die letzte Spur der normannischen Befestigungen der Stadt: Er war das Tor der Burg, die Roger I. von Hauteville 1072-1073 nach der Eroberung Mazaras von den Arabern an der Südostecke der Mauern errichten ließ. 1880 wurde die Burg für einen öffentlichen Garten abgerissen, übrig blieb nur das Tor mit den beiden Spitzbögen aus Tuffstein; zusammen mit dem Tanzenden Satyr ist es das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. In der Burg wohnten Könige und Königinnen, darunter 1318 Friedrich III. von Aragon und Königin Eleonore von Anjou, und vom 16. bis zum 19. Jahrhundert dienten ihre unterirdischen Räume als Gefängnis.
Auf der Meerseite steht die Brunnenskulptur aus Bronze von Pietro Consagra, «Uomini che vengono dal mare», mit Meeresungeheuern, die aus dem Wasser auftauchen. Wenige Meter entfernt liegt die Kathedrale Santissimo Salvatore, die Roger der Überlieferung nach aufgrund eines Gelübdes bauen ließ.
Der Besuch
Platz und Normannenbogen sind jederzeit frei zugänglich.
Tipp der Redaktion
An der Fassade der nahen Kathedrale steht eine Marmorgruppe von 1584 mit Roger zu Pferd und einem Sarazenen unter dem Pferd: Laut Pitrè sah das Volk in diesem Sarazenen einen Hauptmann namens Mokarta.



