Die Straßen der paduanischen Zenturiation kreuzen sich hier noch im rechten Winkel und zeichnen Quadrate von 710 Metern Seitenlänge: es ist das älteste und sichtbarste Zeichen, das die Römer hier hinterlassen haben. Der Ort erscheint zum ersten Mal 1109, als Mathilde von Canossa dem Bischof von Ferrara einige Güter im Paduanischen zurückgab; und 1192 findet man ihn im Testament der Adligen Speronella Dalesmanini wieder, die der Pfarrkirche San Prosdocimo und der Kirche von Murelle je hundert Soldi hinterließ und einer weiteren Kirche ein Grundstück an der via Caltana. Im vierzehnten Jahrhundert war das Gebiet in ville aufgeteilt, unmittelbar von den Bewohnern verwaltet, versammelt in der vicinia, der von einem degan geführten Versammlung der Familienoberhäupter; das Carrareser Register zählt ihre Feuerstellen: vierundzwanzig in Murelle, einundzwanzig in Caltana, zwölf in Puotti, neun in Villanova und sechs in Pieve. Der Ort, der der Gemeinde den Namen gibt, war der vierte von fünf.
Mit Venedig ging das Land an die Familien der Lagune. Ein Kataster von 1686 nennt unter den Eigentümern die Badoer, die Cappello, die Contarini, die Dolfin, die Giustinian, die Morosini, die Bembo, die Michiel und die Venier; die größten Besitzungen aber waren die der Ruzzini, die in der Villa wohnten, die heute als Rathaus dient. Diesem Haus gehörte Carlo Ruzzini an, Doge von 1732 bis 1735. Die zweite Hälfte des Namens dagegen ist ganz jung: am 11. August 1867 fügte die Gemeinde «di Camposampiero» hinzu, um sich von den anderen Villanova zu unterscheiden.
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