Pandoro sternförmiger Weihnachtskuchen, weich, mit Vanille-Puderzucker
Acht Zacken, Puderzucker wie Schnee auf einem Berg: der Pandoro entstand 1894 in Verona, patentiert von Domenico Melegatti.
Mehr lesen →Hier gibt es einen Mythos abzutragen, und die Quelle trägt ihn selbst ab. Man erzählt, das obere Lessinia sei zuerst von deutschsprachigen Leuten besiedelt worden, und die Urkunde gibt es: am 5. Februar 1287 gestattete Bischof Bartolomeo della Scala, mit Zustimmung des Stadthauptmanns von Verona Alberto della Scala, einer Anzahl wohl bairischer Siedler, sich in Roverè und den umliegenden Gegenden niederzulassen, befreit von Zöllen und von Kriegsdienst in Friedenszeiten. Doch jene Wälder hatten die Bischöfe und Herren von Verona längst zuvor beschäftigt: 969 überließ Otto I. einigen Bewohnern der Valpantena die Nutzung der Selva Frizzolana, die schon jene der arimanni hieß, der waldemanni, also der Holzfäller, und 1218 regelte der Bischof den Einschlag. Auch die Namen sagen das Gegenteil: Cerro, Roverè, Bosco, Velo sind römisch oder venezisch, und nur die kleineren Contrade heißen Vesterle oder Laito.
Und der Boden reicht noch weiter zurück. Am Còale del Mondo, im Vajo de la Busa, gruben die Forscher des Naturhistorischen Museums von Verona zwischen 1947 und 1953 eine kupferzeitliche Schicht aus und darunter ältere, bis zu einer des Jungpaläolithikums: Klingen, Schaber, Stichel, Pfeil- und Speerspitzen. Veronese heißt der Ort, um ihn von den anderen Cerro Italiens zu unterscheiden, denen am Lambro, am Volturno, am Tanaro; den alten Namen, das zimbrische Alferìa, gab er im sechzehnten Jahrhundert auf, doch auf dem Hauptplatz ist er geblieben, der noch immer Piazza Alferia heißt. Ende des neunzehnten Jahrhunderts beschrieb ihn Sormani-Moretti als zweihundert Häuser auf einem offenen Berg, die Schulen rings um die Kirche und ein Gemeindehaus «eng, aber doch ausreichend». Dann, von 1928 bis 1947, war Cerro gar keine Gemeinde: es kam zu Grezzana, und in jenen Jahren kam die Wasserleitung vom Dosso del Martin. Im Jahr 1948 wurde es wieder Gemeinde.
Acht Zacken, Puderzucker wie Schnee auf einem Berg: der Pandoro entstand 1894 in Verona, patentiert von Domenico Melegatti.
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Außerhalb von Cerro Veronese, aber als Ausflug gut erreichbar.