Die Kirche San Gaetano ist eine Kirche in Barletta, an der Via Cialdini, im 17. Jahrhundert von den Theatinern gegründet; zur Anlage gehört auch das alte Kloster an der Seite der Kirche.
Sehenswertes
Der Innenraum hat sechs Seitenkapellen, drei auf jeder Seite, die miteinander verbunden und durch Rundbögen getrennt sind; die Wände sind weiß, der Boden besteht aus Terrakottafliesen. In der zweiten Kapelle links, auf einem schönen Holzaltar mit Marmoreffekt, wird die Reliquie des Heiligen Dorns aufbewahrt, die am fünften Fastensonntag ausgestellt und gefeiert wird. Am Ende des Mittelschiffs umschließt eine große Kapelle den Hochaltar, umgeben von einer halbrunden Mauer, mit fünf Gemälden des 17. Jahrhunderts zu Leben und Taten des heiligen Kajetan; an den Wänden des Presbyteriums wurden zwei große Gemälde, der Traum des heiligen Josef und die Flucht nach Ägypten, zunächst Altobello und dann Paolo De Matteis zugeschrieben. In der ersten Kapelle rechts hängt ein Gemälde, das Cesare Fracanzano zugeschrieben wird und die Jungfrau zwischen ihren Eltern, den heiligen Joachim und Anna, zeigt. Von der dritten Kapelle führt eine Falltür zu den alten Grabstätten, und von der letzten Kapelle rechts gelangt man in die Sakristei, deren Gewölbe auf Spitzbögen ruht und wegen seiner Form «volta bastarda» genannt wird. 2013 wurde die Fassade mit einer Marmorskulptur geschmückt, dem Ecce Homo des Veroneser Bildhauers Matteo Faben.
Die Theatiner, seit Ende des 16. Jahrhunderts in Barletta, hielten ihre Gottesdienste zunächst in der kleinen Kirche San Giuseppe ab, die schon in der Anlage stand; im Frühjahr 1656 begannen sie den Bau einer neuen Kirche neben dem ursprünglichen Gebäude, der wegen der Pest zwei Jahre unterbrochen und 1667 abgeschlossen wurde, in dem Jahr, in dem Kirche und Kloster ihren heutigen Namen erhielten. Mit der Aufhebung des Ordens, von Murat am 7. September 1809 verfügt, ging die Kirche an den Pfarrer von San Giacomo, der sie der Bruderschaft der Santissima Trinità anvertraute, die ihrerseits nach der Aufhebung der Zölestinerpatres aus ihrer eigenen Kirche vertrieben worden war; sie brachten die Reliquie des Heiligen Dorns mit, deren Hüter sie waren und die sie am Passionssonntag feierlich begehen sollten. Das Gebäude wurde der Gemeinde überlassen und für öffentliche Ämter genutzt.
Der Besuch
Die Kirche liegt an der Via Cialdini, einer Straße mit zahlreichen Klostergebäuden, etwa San Ruggero, Santa Maria della Vittoria und dem Monte di Pietà. Die herangezogenen Quellen nennen keine Öffnungszeiten: Diese sind zu prüfen; der Heilige Dorn wird laut den Quellen am fünften Fastensonntag ausgestellt.
Tipp der Redaktion
An derselben Via Cialdini liegt auch der Palazzo della Marra, Sitz der Pinacoteca De Nittis: zwei Stationen an derselben Straße.
