Die Kirche Gesù e Maria ist eine monumentale Kirche in der Altstadt von Castellammare di Stabia, zur Pfarrei der Konkathedrale Santissima Maria Assunta e San Catello gehörig.
Sehenswertes
Am 9. April 1608 luden die Gemeinde und Bischof Ippolito Riva die Jesuiten in die Stadt ein, betrauten sie mit der Gründung einer Kirche mit angeschlossenem Kolleg und unterstützten sie mit rund dreihundert Dukaten im Jahr; der Vertrag wurde am 26. August 1609 geschlossen. Ein Bürger, Pier Giovanni Nocera, gab mit einem Beitrag zum Bau starken Auftrieb und bestimmte laut notarieller Urkunde den Namen der Anlage, Santa Maria del Soccorso. Die Jesuiten, von den anderen Orden mit Argwohn betrachtet, trafen am 24. Dezember 1609 ein; die Arbeiten nach Entwürfen von Pietro Provedi und dann Agazio Stoia begannen 1614 und waren schon im Jahr darauf beendet. Nach der Vertreibung der Jesuiten aus dem Königreich Neapel 1767 ging die Kirche an die Gemeinde und 1786 an die Comunità del Clero, Priester aus Stabia mit dem heiligen Philipp Neri als Schutzpatron, die in etwa fünfzig Jahren ihr Aussehen stark veränderte: neue Orgel, edle Marmore für den Hochaltar, neue Sakristei, neues hölzernes Chorgestühl, Fassade und Stuck erneuert. Am 19. November 1839 weihte Bischof Angelo Maria Scanzano sie zum Abschluss der Arbeiten erneut, und der Name wurde der heutige Gesù e Maria; Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche vollständig restauriert.
Die Kirche hat ein einziges Schiff mit Tonnengewölbe, den Hochaltar in einer Apsis und vier Seitenkapellen, zwei auf jeder Seite, beleuchtet von sieben großen Fenstern. Die Fassade hat zwei durch ein Gebälk geteilte Abschnitte, mit Lisenen im unteren Teil, dem durch ein Eisentor geschützten Portal und darüber dem Wappen der Stadt und des Klerus von Giuseppe Filosa, zwischen 1839 und 1841 geschaffen; sie endet in einem dreieckigen Giebel und hat rechts zwei kleine Glockenzellen, denn die Kirche hat keinen Glockenturm. Über dem Eingang hängt ein Ölgemälde von Paolo De Matteis mit dem heiligen Ignatius und dem heiligen Franz Xaver, die vom Papst das Sendungsbreve empfangen; beiderseits des Hochaltars liegen zwei Emporen, 1790 von Prinz Urbano Barberini erneuert, der eine mit seinem Palast durch eine überdachte Brücke verbinden durfte. Hochaltar und Balustrade haben Marmore, die die Bruderschaft 1812 von der alten Kirche der Annunziata in Angri kaufte, und auf dem Altar steht die Beata Vergine del Rifugio oder del Soccorso von Luca Giordano. Das Gewölbe zeigt die Herrlichkeit Christi von Vincenzo Galloppi, am 16. Juli 1899 vollendet anstelle eines früheren Freskos von Filippo Andreoli, und die am 1. Januar 1895 vollendete Apsis hat in der Lünette die Bergpredigt, ebenfalls von Galloppi.
Der Besuch
Die Kirche liegt in der Altstadt von Castellammare di Stabia; nach anderen Quellen an der Strada Gesù Nr. 11. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Nach anderen Quellen gibt es außerdem sechs Leinwände des 18. Jahrhunderts mit Engeln von Angelo Mozzillo und einen Prozessionswagen, der beim Fest des Allerheiligsten Sakraments verwendet wird.





