Serrone

Provinz: Frosinone · Region: Latium · Einwohner: 3.069 · PLZ: 03010

Der Name kommt von den serroni, den felsigen, zerklüfteten Rücken des Apennins, und der Ort wuchs auf halber Höhe am Monte Scalambra. Weiter oben, auf elfhundert Metern, fast an einen Felsgrat geschmiegt, steht die Einsiedelei San Michele Arcangelo mit einem Benediktinerkreuzgang, den die Überlieferung dem heiligen Benedikt selbst zuschreibt, der sich dorthin zurückzog, nachdem drei Raben ihm den Weg gewiesen hatten. Im Fels zeigt man noch einen Abdruck, den die Sage dem Teufel zuschreibt, der nach einem Kampf mit dem Erzengel vom Grat gestürzt sei.

Dann gibt es eine Begebenheit, über die man nichts weiß. Die Kirche San Quirico wurde im siebzehnten Jahrhundert für die Franziskaner errichtet, und im März 1650 geschah in ihr etwas Schweres: schwer genug, um sie zu sperren und zu entweihen und erst später wieder zu segnen. Keine Urkunde sagt, was. Eine andere Erinnerung bewahrt der Ort dagegen sehr genau: das Kostümmuseum mit den Bühnenkleidern von Beatrice Minori, Schneiderin der RAI und persönliche Schneiderin Eduardo De Filippos, die sie ihrem Heimatort schenkte; getragen haben sie Eduardo selbst, Vittorio Gassman und Beppe Barra. Am zweiten Januar 1927 wechselte Serrone per königlichem Dekret die Provinz und kam von Rom zur neuen Provinz Frosinone.

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