🖼️ Museen

Fondazione Erio Tripodi - Museo della canzone

📍 Vallecrosia, Ligurien · 44/100

Das Museum hat keine Säle, sondern Waggons. Eine Lokomotive FS 835 und drei Wagen der Bauart „centoporte“, abgestellt in Vallecrosia al Mare, bewahren die Sammlung, die der Sänger Erio Tripodi aus seiner eigenen Leidenschaft für Musik zusammengetragen und „Tempio Museo della Canzone“ getauft hat. Offiziell heißt das Haus Museum des Liedes und der Tonwiedergabe, und beide Hälften zählen: Das italienische Lied steht hier neben den Apparaten, die es zum Klingen brachten.

Sehenswertes

In den Abteilen der centoporte-Wagen reihen sich die Geräte, die Musik auf mechanischem Weg erzeugten, vor der elektrischen Verstärkung: Spieldosen, Drehorgeln verschiedener Größe, mechanische Klaviere und Pianolas, Feinmechanik in fahrbereitem Zustand. Man muss nah herangehen, denn das eigentliche Thema ist der Mechanismus: Kämme, bestiftete Walzen, gelochte Papierrollen.

Neben den Instrumenten läuft der dokumentarische Teil, über Jahre von Tripodi gesammelt: Noten, Schallplatten, Fotografien und Erinnerungsstücke von Sängern, von der Straßenmusik bis zum heutigen italienischen Lied, mit einem Abschnitt zum Festival von Sanremo, das etwas weiter östlich an derselben Küste stattfindet. Ein eigener Wagen beherbergt das Studienzentrum mit Bibliothek und Archiv.

Der Besuch

Das Museum liegt an der Via Roma in Vallecrosia al Mare, Provinz Imperia, und öffnet von Donnerstag bis Sonntag am Vormittag; geführt wird immer, und das lohnt sich hier, weil die Instrumente von Leuten in Gang gesetzt werden, die sie kennen. Anmelden muss man sich nicht. Die Anfahrt ist unkompliziert: Der Ort hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Genua-Ventimiglia, und die Oberleitungsbuslinie Sanremo-Ventimiglia fährt entlang der Aurelia, die das ganze Gemeindegebiet durchquert.

Tipp der Redaktion

Wir bitten immer darum, wenigstens eine Drehorgel spielen zu hören: Der Abstand zwischen einem gelesenen Schild und einem Instrument, das ein Holzabteil füllt, ist der ganze Sinn dieses Hauses. Und bevor wir gehen, umrunden wir den Zug von außen: Die Lokomotive vom Gleis aus gesehen, mit den angehängten Wagen, erklärt besser als jede Bildunterschrift, warum die Sammlung ausgerechnet dort gelandet ist.

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