⛪ Kirchen und Heiligtümer

eremo di Sant'Antonio del Mesco

📍 Levanto, Ligurien · 50/100

1610 verließen die letzten Ordensleute den Mesco und stiegen nach Levanto hinab, in das neue Kloster der Augustiner; seither verfielen Kirche und Einsiedelei auf dem Grat. Die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1380, doch Untersuchungen der Mauerschichten datieren den ersten Bau ins 11. Jahrhundert, die Erweiterung aus behauenem Stein ins 15. Jahrhundert. Erhalten sind die Apsis, Teile des Gewölbes und der Umfassungsmauer sowie einige Reste des Konvents.

Sehenswertes

Das gotische Mauerwerk lässt sich noch an der Apsis ablesen, dem am besten erhaltenen Teil: gequaderte Steine, die klare Kurve gegen den Himmel, der Rest der Mauer, der abfällt, bis er in der Macchia verschwindet. Vom Gewölbe blieben die Ansätze, von der Umfassungsmauer unterbrochene Stücke; von der an die Kirche gebauten Einsiedelei stehen niedrige Mauern und Raumumrisse, kaum mehr als ein Grundriss. Eine ehrliche Ruine, nie wieder aufgebaut, und vier Jahrhunderte Verlassenheit haben den Rest getan.

Von den 311 Metern der Hochfläche greift der Blick über einen seltenen Küstenbogen: im Westen die Landzunge von Portofino, im Osten die Cinque Terre und weit hinten die Insel Palmaria vor Porto Venere. Die Statue des heiligen Antonius Abbas aus dem 15. Jahrhundert, die hier oben stand, ist fort: Sie wird im Oratorium Morte e Orazione im Altstadtkern von Monterosso al Mare verwahrt.

Der Besuch

Hierher kommt man nur zu Fuß, auf dem Pfad, der durch den Wald zur Punta Mesco ansteigt, auf der Grenze zwischen Levanto und Monterosso al Mare; die Einsiedelei selbst liegt auf Levanter Gebiet. Es gibt weder Öffnungszeiten noch Eintritt, der Ort liegt im Freien und ist immer zugänglich, doch der Weg steigt durchgehend an und verlangt festes Schuhwerk. Nehmen Sie Wasser mit: Oben gibt es nichts, keine Quelle und keinen Unterstand, und der Waldschatten endet vor der Hochfläche.

Tipp der Redaktion

Wir gehen am späten Nachmittag hinauf, wenn das Licht flach von Westen einfällt und das Meer unter der Spitze alle paar Minuten die Farbe wechselt. Stecken Sie eine kleine Taschenlampe ein, denn der Rückweg durch den Wald wird früher dunkel als gedacht. Und wenn Zeit bleibt, steigen wir nach Monterosso hinunter und suchen die Statue, die die Einsiedelei verlassen hat.

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