1242 rückten die Truppen Kaiser Friedrichs II. vor Levanto und stießen auf die alte Burg der Malaspina, die jedem Angriff standhielt und die dort untergekommene Bevölkerung rettete. Die Lehre war eindeutig: Ein Hafen, der die Galeeren der Republik Genua bediente und dem sich der Ort 1229 freiwillig unterstellt hatte, durfte nicht ungeschützt bleiben. 1265 begann der Bau der Stadtmauer, die an die Burg östlich über dem Ort anschloss.
Sehenswertes
Die Burg hat einen langgestreckten Grundriss, parallel zur Küste und leicht nach Nordosten gebogen; genau dort diente ein runder Wehrturm als Ansatzpunkt der Mauer. Von hier verlief der Ring über insgesamt rund 500 Meter. Er fiel nach Nordwesten ab, schwenkte in leichtem Bogen nach Norden, führte hinter der Apsis der Pfarrkirche Sant'Andrea und hinter der Piazza Massola vorbei und erreichte die damalige Mündung des Cantarana-Bachs. An dessen Ufern stehen noch die Türme des Tors, das del Fossato oder dell'Acqua heißt.
Hinter dem Tor steigt die Mauer den Hügel der Costa hinauf, hinter der Kirche Santa Maria della Costa und dem Oratorium San Giacomo, und erreicht ihren höchsten Punkt am runden Uhrturm, der erhalten ist. Von dort führte sie wieder hinab zum Beginn der Via Guani mit dem Tor San Cristoforo und endete an der Piazza del Popolo am Meertor, der Porta della Marina. Ein Vermächtnis von 1550 finanzierte die Modernisierung des Rings und die Befestigung des sogenannten Stagno largo nördlich der heutigen Via Garibaldi.
Der Besuch
Es gibt keinen kostenpflichtigen Rundweg: Die Mauer ist Teil des Ortsgefüges, aufgenommen in Häuser, Gärten und Treppen, und lässt sich von der Altstadt aus zu Fuß verfolgen. Wir beginnen an der Piazza del Popolo, die im Mittelalter Hafenwasser war und kein Pflaster, und steigen zum Uhrturm hinauf: Der Höhenunterschied ist gering, die Stufen jedoch zahlreich, im Sommer geht man also besser am frühen Morgen. Mehrere Abschnitte wurden im 20. Jahrhundert abgebrochen, der Ring liest sich daher als Folge von Teilstücken.
Tipp der Redaktion
Vorher lohnt ein Blick auf die Ortspläne von Matteo Vinzoni, dem aus Levanto stammenden Kartografen des 18. Jahrhunderts, der den Ort festhielt, als die Mauer noch vollständig war: Damit versteht man, wo der Strand um Dutzende Meter vorrückte und warum der Hafen versandete. Danach fragen wir im Ort nach den beiden Stollen, die der Überlieferung nach von der Burg ausgingen, einer zum Strand della Pietra, der andere unter den Häusern hindurch bis zur Kirche dell'Annunziata: Belegt ist davon nichts, erzählt wird es weiterhin.
