San Martino Siccomario liegt am rechten Ufer des Ticino, unmittelbar vor Pavia und mit der Stadt längst zusammengewachsen: Nur der Kanal Gravellone, einst ein Nebenarm des Flusses, trennt beide noch. In den Urkunden hieß der Ort Terra Arsa, ein Name, der 909 erscheint, und über Jahrhunderte San Martino in Terra Arsa; das Siccomario kam erst um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts hinzu. Einer mittelalterlichen Legende nach lebte hier der heilige Martin von Tours als Kind, und schon zur Zeit Karls des Großen stand hier ein ihm geweihtes Hospiz, das der Kaiser dem Kloster von Tours unterstellte.
Dieser Kanal war über ein Jahrhundert lang eine Staatsgrenze. 1743 fiel das Siccomario an Savoyen, während Pavia österreichisch blieb, und der Gravellone trennte die beiden Herrschaften bis 1859. Ebendort übergab Karl Albert 1848 seinem Heer den Tricolore, seither die Nationalflagge. Im Wappen stehen Ähren zwischen zwei Wellenbalken, dem Po und dem Ticino, und Rot und Silber stammen aus dem Wappen von Pavia.
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Sehenswertes im Umkreis von 25 km
Außerhalb von San Martino Siccomario, aber als Ausflug gut erreichbar.
