⛪ Kirchen und Heiligtümer

Chiesa di San Giovanni Vincenzo

📍 Sant'Ambrogio di Torino, Piemont · 55/100

Als man im achtzehnten Jahrhundert beschloss, die Pfarrkirche zu erneuern, rief man Bernardo Vittone, einen der großen Architekten des piemontesischen Barock, und er traf eine ungewöhnliche Wahl: Er baute die neue Kirche auf der anderen Seite des romanischen Glockenturms und drehte sie. Die alte blickte nach Westen, wie es die Tradition will; diese blickt nach Norden.

Sehenswertes

Der Turm stammt aus dem elften Jahrhundert, ist siebenunddreißig Meter hoch und blieb stehen, während ringsum alle Kirchen wechselten: erst die romanische zur Rechten, dann die Vittones zur Linken, zwischen 1759 und 1763 erbaut. Er ist das Älteste im Ort und dessen Wahrzeichen geworden.

Unter dem Hochaltar liegen, in einer von vorn sichtbaren Urne, die Gebeine des heiligen Giovanni Vincenzo, jenes Einsiedlers, der die Sacra di San Michele gründete und im Jahr tausend starb. Die Gemeinde von Sant'Ambrogio bewahrt sie seit 1150. Die Pfarrei hütet auch das Brevier der Abtei, das Buch, mit dem die Mönche der Sacra jahrhundertelang beteten.

Der Besuch

Die Kirche steht im Zentrum von Sant'Ambrogio, im Susatal, nicht weit vom Bahnhof; Eintritt frei, Zeiten nach den Gottesdiensten. Zwanzig Minuten.

Tipp der Redaktion

Treten Sie auf den Vorplatz und blicken Sie hinauf zum Berg: Dort oben liegt die Sacra di San Michele, gegründet von dem Mann in der Urne. Von diesem Dorf führt der Saumpfad hinauf, anderthalb Stunden Stufen und Kehren durch den Wald. Es ist der Weg der Pilger und die richtige Art, oben anzukommen.

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