Der Ort wurde dreimal zerstört und wieder aufgebaut, und jedes Mal änderte er seinen Namen. Bereits 1305 hieß er Santa Maria del Passo, dann wurde er zu Malupassu, weil hier Räuber den Reisenden auflauerten; manche meinen, der Name komme stattdessen vom spanischen malpaís, dem kahlen, von schwarzer Lava bedeckten Land, das es auch auf den Kanarischen Inseln gibt und das ins Englische als badland überging. Der Lavastrom von 1669 begrub ihn tatsächlich, und die Überlebenden bauten ihn anderswo unter dem Namen Fenicia Moncada wieder auf, nach dem arabischen Phönix und der Familie Moncada, Fürsten von Paternò und Lehnsherren der Gegend; das Erdbeben von 1693 zwang sie, ein drittes Mal von vorn zu beginnen, noch weiter nördlich, an einem Ort, der zunächst Stella Aragona hieß. Erst die Familie Bufali gab ihm den verheißungsvollen Namen Belpasso, den schönen Pass, und kehrte damit den alten Malpasso, den schlechten Pass, um; doch die Nachbargemeinden nennen seine Bewohner noch heute malupassota.
Im Wappen steht eben jener arabische Phönix, mit dem Wahlspruch Melior de cinere surgo, ich erstehe besser aus der Asche wieder. Bei Valcorrente, wo einst Fenicia Moncada stand, ist von jener zweiten Siedlung wenig geblieben, doch Ausgrabungen haben den Grundriss und die Apsis einer Kirche aus dem vierten Jahrhundert freigelegt. Im Dom rollen die Bewohner von Palmsonntag bis Ostern die Tila aus, eine fünfzehn mal zehn Meter große, 1896 von Zenone Lavagna gemalte und unvollendet gebliebene Kreuzigung; die Glocke ist die sechstgrößte Italiens.