Der Name ist 1190 als Aura bezeugt, in einer Urkunde, die einen Conradinus de Aura im Dienst der Herren von Enn nennt; woher er kommt, ist ungeklärt — vielleicht vom lateinischen ora, dem Rand, vielleicht von einem vorrömischen Stamm, vielleicht von einem mittelhochdeutschen Wort für «Ochse». Sicher ist, dass der Ort im fünfzehnten Jahrhundert bereits eine Gemeinschaft mit eigenem Namen war: Eine Urkunde von 1463 spricht ausdrücklich von der comunitas ville Awer, der Gemeinschaft des Dorfes Auer, und von ihren Rieglern, den Männern, die die Gründe verwalteten.
Die alte Kirche St. Peter gehörte vom Mittelalter bis Anfang des siebzehnten Jahrhunderts zum Kloster San Lorenzo in Trient und bewahrt eine spätrenaissancezeitliche Orgel, die noch immer spielt: Hans Schwarzenbach baute sie 1599. Das Wappen ist das der Khuen, die den Ort von 1397 bis 1690 innehatten, ergänzt um zwei gekreuzte Schlüssel für den heiligen Petrus. Von 1917 bis 1963 fuhr von hier die Fleimstalbahn nach Predazzo, und der Ort hatte einen zweiten Bahnhof, der heute stillgelegt ist. Im Jahr 2022 wurden in den Straßen zwei Stolpersteine für Martin Krebs und Ida Kaufmann verlegt, die in den Jahren getötet wurden, als dieses Land die Operationszone Alpenvorland war.
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