Die Gemeinde besteht aus drei Dörfern an einem Hang — Oberolang, Mitterolang und Niederolang — und das Wappen ist ihre Landkarte. Über ein silbernes Feld läuft ein grüner Balken, das ist der Hang, und auf dem Balken sitzen drei goldene Wagenräder, eines für jedes Dorf, in der Reihenfolge angeordnet, in der sie wirklich liegen. Das 1968 angenommene Wappen zeichnet das Gebiet, statt es zu versinnbildlichen. Der Name ist weit älter: als Ôlaga am Ende des zehnten Jahrhunderts bezeugt, käme er vom keltischen Aulaga, also dem Gut eines Aulos, oder von einem Wort, das «Hof» bedeutet. Mitterolang erscheint als Mittirnôlag in einem Codex des bayerischen Klosters Weihenstephan.
Entlang der Südgrenze der Gemeinde, auf dem Furkelpass, verläuft die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen und dem ladinischen Gebiet, und die Quelle sagt auch, wann sie sich dort festsetzte: im Mittelalter. Diesseits spricht man Deutsch — bei der letzten Zählung mehr als fünfundneunzig von hundert Einwohnern — und jenseits Ladinisch, und die Linie hat jahrhundertelang an einer Stelle gehalten, an der schon der Berg trennt. Auch Olang wurde, wie andere Orte Südtirols, in der Zeit des Faschismus befestigt: hier verläuft die Sperre Rasen-Olang des Alpenwalls. Und hier hat, wie es scheint, ein Bauer den Böckl erfunden: eine Art Schlitten aus einem einzigen Ski mit einem daraufmontierten Hocker.
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