Terre d'Adige entstand am ersten Januar 2019 aus dem Zusammenschluss von Zambana und Nave San Rocco, den die Bürger im Referendum von 2016 gebilligt hatten — doch die beiden Orte waren schon einmal eine einzige Gemeinde gewesen, und nicht aus eigenem Willen: 1928 wurde Nave San Rocco aufgehoben und zusammen mit Fai Zambana angegliedert, und 1948 wurden beide abgetrennt und wiedererrichtet. Was die faschistische Neuordnung auferlegt und die Republik rückgängig gemacht hatte, haben sich die beiden Dörfer siebzig Jahre später selbst zugesprochen. Der Name, den sie wählten, gehört keinem von beiden: es ist der Name des Landes und des Flusses. Und in den ersten Jahren blieb die Gemeinde ohne Wappen, denn das vom Rat vorgeschlagene wurde von der Landesregierung erst 2023 genehmigt.
Zambana, der Hauptort der Gemeinde, liegt nicht mehr dort, wo es lag. Am siebten September 1955 löste sich eine gewaltige Masse von Steinen und Geröll von der Flanke der Paganella; im November glitt ein hängender Pfeiler bis zu den Bächen oberhalb des Dorfes ab, ein zweiter blieb in der Schwebe, und der Landeshauptmann ordnete die Räumung an. Im März 1956 durchbrach ein zweiter Abgang den entlang des Maor errichteten Damm und erreichte die Häuser; am sechzehnten April, nach einem Tag sintflutartigen Regens, kam ein weiterer Abgang das Val Manara herunter und begrub die letzten noch stehenden Wohnhäuser. Der Ort wurde für unbewohnbar erklärt, und 1957 leitete ein Dekret des Staatspräsidenten den Bau eines neuen Zambana in der Ebene jenseits der Etsch ein. Vom alten bleibt die Kirche der Heiligen Philippus und Jakobus, die hinter einem über sieben Meter dicken Erdwall steht, aufgeschüttet, um zu schützen, was übrig war. Im Jahr 1993 wurde die alte Stätte wieder bewohnbar.
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