Im Wappen von Terenten, 1969 angenommen, steht ein schwarzer Pflug auf rotem Feld: sonst nichts, und keine verwickelte Symbolerklärung — es ist das Zeichen dessen, was man hier immer getan hat. Der Ort liegt auf 1210 Metern an der Sonnenseite des Pustertals, und von Osten erreicht man ihn über die Straße, die man Sonnenstraße nennt. Die andere Ressource des Ortes ist das Wasser: entlang des Mühlenlehrpfads sind etliche Mühlen erhalten, und einige laufen im Jahresverlauf noch; im selben Tal stehen auch die Erdpyramiden, jene Säulen, die stehen bleiben, weil ein Block obenauf die Erde darunter vor dem Regen geschützt hat.
Die dritte Ressource kam später, und es ist wieder die Sonne. 2011 gewann Terenten zusammen mit Prad am Stilfserjoch und Torre San Giorgio den nationalen Preis der von Legambiente ausgeschriebenen Solarmeisterschaft in der Kategorie der kleinen Gemeinden, jener unter fünftausend Einwohnern: unter mehr als dreitausend Teilnehmern. Im Übrigen ist der Name alt: er erscheint als «in monte Tôrento» im Codex des Bischofs von Freising zwischen 993 und 1005, dann als Toerenten 1295, und kommt vielleicht vom lateinischen torrens. Eine verwaltungstechnische Merkwürdigkeit: obwohl geografisch im Pustertal, war Terenten kirchlich immer an die Pfarrei von Rodeneck gebunden, die der letzte Zipfel des Eisacktals ist. Vom Geschlecht der Schöneck blieb dagegen die Burg Aschburg, als Ruine.
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