Dolcè

Provinz: Verona · Region: Venetien · Einwohner: 2.573 · PLZ: 37020

Dolcè ist eine streifenförmige Gemeinde: sie zieht sich etwa zwanzig Kilometer an der Etsch entlang, von der Grenze zum Trentino bis zu der Stelle, an der der Fluss in die obere Ebene austritt, und ist die erste Veroneser Gemeinde am linken Ufer. Eine solche Form ist keine Laune der Geografie, sondern das Ergebnis einer Grenze: bei Ossenigo verlief bis 1915 die Grenze zum österreichisch-ungarischen Reich. In der Mitte liegt die Klause von Ceraino, wo sich der Fluss auf wenigen hundert Metern in eine Schlucht zwängt, die man einst nur zu Wasser passieren konnte, und ebendort setzten die Österreicher Mitte des neunzehnten Jahrhunderts das Fort der Klause und, am Hang des Monte Pastello, das Fort Ceraino hin. Beide stehen noch, verlassen. Im Zweiten Weltkrieg wurden Ceraino und Volargne durch die Explosion eines mit Munition beladenen deutschen Zuges beinahe dem Erdboden gleichgemacht, den zwei amerikanische Jagdbomber trafen: der erste traf den Zug, der zweite geriet in die Explosion und stürzte ab.

Der Name spricht dagegen von Obst: er kommt von Dulcetum, also einem Wald süßer Obstbäume, und erscheint seit dem zwölften Jahrhundert als Dulcei, Dolcei und Dolcedo. Das Wappen, das die Gemeinde führt, obwohl kein Verleihungsdekret bekannt ist, ist ein kleines Verzeichnis: ein goldener Bienenkorb mit vier Bienen, ein silberner halber Flug, eine Birne mit zwei Blättern und ein schwarzer Bär, aufrecht auf dem Grün. Das Älteste im Gebiet ist der Abri Soman, vom Epigravettien bis zum Mesolithikum aufgesucht, wo man die Überreste einer Frau fand, die um 5000 vor Christus lebte. Das Zäheste ist dagegen eine Rebe: der Enantio, eine uralte örtliche Sorte, gehört zu den wenigen, die vor mehr als hundert Jahren der Reblaus entkamen, und hier gibt es Stöcke, die über hundert Jahre alt sind.

🎉 Feste und Sagre in Dolcè 1

🍝 Die Küche von Dolcè

Alles, was man in Dolcè isst →

Dessert PAT

Pandoro sternförmiger Weihnachtskuchen, weich, mit Vanille-Puderzucker

Acht Zacken, Puderzucker wie Schnee auf einem Berg: der Pandoro entstand 1894 in Verona, patentiert von Domenico Melegatti.

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