In einer Gewitternacht des Jahres 1895 schlug ein Blitz in die Empore und zerstörte die Orgel, die Antonio Bianchi aus Rapallo 1857 gebaut und dessen Sohn Camillo 1874 restauriert hatte; die Pfarrbücher halten es fest. Der Schaden löste die Arbeiten des Folgejahres aus: Das Mittelschiff wurde um zwei Meter erhöht, die Decke neu gebaut, die Fassade mit neuen Lichtöffnungen versehen. Die Kirche selbst ist weit älter. Sie erscheint in einer Urkunde von 984, und die Überlieferung führt sie ins 8. Jahrhundert zurück, in die Jahre, als die Mailänder Kurie zwischen Genua und Ligurien stationiert war. Daher die Weihe an Ambrosius, den Bischof von Mailand.
Sehenswertes
Die Decke ist die Überraschung: Zwischen 1981 und 1987 freskierte Nicola Neonato das Mittelschiff, bedeckte 200 Quadratmeter mit über 300 Figuren und malte in der Apsiskalotte Szenen aus dem Leben Jesu. Von ihm stammen auch der Bronzealtar vor dem alten Marmoraltar des 18. Jahrhunderts und die drei Portale der Fassade. Daneben hat sich die ältere Ausstattung erhalten: das hölzerne Chorgestühl des 17. Jahrhunderts und die Holzstatue der Rosenkranzmadonna, eine Arbeit des 18. Jahrhunderts, die Anton Maria Maragliano zugeschrieben wird.
An der rechten Wand des Presbyteriums hängt ein Bild der Rosenkranzmadonna mit Papst Pius V. und der heiligen Helena; bedeutender ist die Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Bernhard, Franziskus von Assisi und Stephanus, die die Forschung entweder Giovanni Andrea Ansaldo oder Bernardo Strozzi gibt. Draußen wurde der Glockenturm 1672 errichtet und wuchs weiter: Die Glocken, drei davon seit 1773, waren 1982 auf zwölf angewachsen. Der Vorplatz ist ein Risseu, das ligurische Pflaster aus schwarzen und weißen Kieseln, entworfen vom Architekten Pietro Porcinai.
Der Besuch
Die Kirche steht in Sant'Ambrogio della Costa, dem oberen Ortsteil von Zoagli, an der Via Cornice Sant'Ambrogio, am Hang, der zum Tigullio abfällt. Sie gehört zu einer aktiven Pfarrei im Vikariat Rapallo-Santa Margherita Ligure, Bistum Chiavari; die Öffnung richtet sich nach den Gottesdiensten, außerhalb dieser Zeiten ruft man besser im Pfarrhaus an. Innen läuft der Raum über drei Schiffe, die seitlichen kamen hinzu, als der ursprüngliche einzige Saal nicht mehr reichte.
Tipp der Redaktion
Bleiben Sie vor dem Eintreten auf dem Vorplatz stehen und schauen Sie nach unten: Porcinais Risseu ist eine Zeichnung aus schwarzen und weißen Kieseln, an den Stränden gesammelt, und im flachen Morgenlicht liest sie sich am besten. Suchen Sie sich drinnen eine Bank auf halber Höhe des Schiffs und heben Sie den Kopf; die Figuren an der Decke trennen sich erst, wenn man ein paar Minuten still sitzt. Kommen Sie unter der Woche, wenn die Kirche leer ist und die Stille hilft.
