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croce monumentale del monte Beigua

📍 Sassello, Ligurien · 47/100

Über der Tür der kleinen Kapelle im Sockel sitzt ein Ziegel der Heiligen Pforte in Rom, dort angebracht zur Erinnerung an das Heilige Jahr 1932. Dieses Detail erklärt besser als alles andere, was das Monumentalkreuz auf dem Monte Beigua ist: kein bloßes Zeichen auf dem Kamm, sondern ein richtiges Bauwerk aus Stahlbeton, mit einer Kapelle im Fuß und einer Treppe im Schaft. Errichtet wurde es zwischen jenem Jahr und 1933, auf 1267 Metern Höhe, 700 Meter westlich des Gipfels, auf dem Gemeindegebiet von Sassello.

Sehenswertes

Das Kreuz ist 18,50 Meter hoch und misst von Arm zu Arm knapp 7 Meter: Maße eines Glockenturms, nicht eines Wegzeichens. Innen führt eine Treppe in einen der Arme, und von dort reicht der Blick bei klarer Luft bis Korsika und über weite Teile des nordwestlichen Alpenbogens, darunter liegen die beiden Rivieras und die Poebene. Die Kapelle im Sockel ist winzig, in die Stärke des Bauwerks hineingearbeitet.

Wenige Schritte entfernt steht das Heiligtum Regina Pacis, mit dem Kreuz durch einen Kreuzweg verbunden, den Emilio Demetz gemeißelt hat und der 1937 eingeweiht wurde. Die Stationen begleiten das Stück Kamm zwischen beiden Bauten: Sie der Reihe nach abzugehen, statt gleich zum Kreuz zu laufen, ist die richtige Lesart, denn dieser Kreuzweg entstand genau dafür, die beiden zu verbinden.

Der Besuch

Der Beigua erreicht 1287 Meter und liegt im Parco naturale regionale del Beigua, der als Geopark anerkannt ist. Mit dem Auto führt eine Asphaltstraße von Alpicella oberhalb von Varazze herauf, eine zweite vom Hang von Urbe über Piampaludo und Prà Riondo; über den Gipfel läuft die Alta Via dei Monti Liguri, viele kommen also zu Fuß. Oben stehen die Sendemasten der RAI und eine Berghütte mit Hotel und Restaurant, nützlich bei Wetterumschwung. Das Kreuz steht im Freien und hat keine Öffnungszeiten, Kapelle und Innentreppe dagegen sind nicht immer zugänglich: Rechnen Sie damit, es nur von außen zu sehen.

Tipp der Redaktion

Wir fahren nach einem Wettersturz hinauf, wenn der Nordwind die Luft ausgewaschen hat: Nur dann hebt sich das Profil Korsikas wirklich vom Horizont ab, und ohne diesen Blick verliert der Aufstieg die Hälfte seines Sinns. Wir raten, das Auto in Prà Riondo zu lassen und das letzte Stück über den Kamm zu gehen, zuerst Heiligtum und Kreuzweg, das Kreuz zuletzt. Festes Schuhwerk auch im August, denn das Gras bleibt hier oben bis zum späten Vormittag nass, und der offene Kamm nimmt jeden Windstoß mit.

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