Sbrisolona bröckeliger Mandel-Mais-Kuchen, mit der Hand gebrochen
Weißes und gelbes Mehl, Mandeln, Butter und Zucker, mit der Hand gebrochen: die Sbrisolona ist Mantovas Kuchen, schon am Hof der Gonzaga serviert.
Mehr lesen →Der Ort liegt auf dem Damm, und der Name sagt es. San Martino entstand auf einer Bodenerhebung, um sich vor den Hochwassern des Oglio zu schützen, der damals weiter südlich verlief; später, im Mittelalter, verlagerte sich der Fluss nach Norden und gab die regona frei, das niedrige fruchtbare Land, das heute Valle d'Oglio heißt. Ferrante Aporti, der von hier stammte, beschrieb ihn so: Er liege «auf seinem höchsten Teil, der vom Talgrund aus wie ein sehr hoher Damm aussieht».
Der Name erscheint zum ersten Mal in einem Diplom von 958 der Könige von Italien Berengar II. und Adalbert, das den Ort dem Benediktinerkloster Leno bestätigt; vollständig — Sancto Martino in Arzene — liest man ihn in einem Diplom Konrads II. von 1036. Und gerade in den Wäldern nahe den Ländereien der Abtei wurde am 7. Mai 1052 Bonifaz, der Vater der Markgräfin Mathilde von Canossa, bei der Jagd aus dem Hinterhalt von einem Pfeil getötet: nach den einen in den Wäldern von San Martino, nach den anderen in denen von Spineda. Diese Länder waren im Übrigen brescianisch, dann cremonesisch und erst zuletzt mantuanisch — und zum Bistum Cremona gehören sie bis heute.
Weißes und gelbes Mehl, Mandeln, Butter und Zucker, mit der Hand gebrochen: die Sbrisolona ist Mantovas Kuchen, schon am Hof der Gonzaga serviert.
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Außerhalb von San Martino dall'Argine, aber als Ausflug gut erreichbar.