Baccalà alla Vicentina Stockfisch, langsam gegart mit Milch, Öl und Sardellen
Stockfisch, Milch, Öl und Sardellen, stundenlang bei niedrigster Hitze gegart: der Baccalà alla vicentina kam 1432 mit einem Schiffbruch aus Norwegen.
Mehr lesen →Der Ort gehörte jahrhundertelang den Benediktinern des Klosters Santi Felice e Fortunato in Vicenza, und das sieht man am Namen: der heilige Vitus ist ein Heiliger ihrer Verehrung, und bis 1500 bestimmte der Abt den Pfarrer. Ein Priorat bestand hier wohl schon vor dem Jahr Tausend, und ein Privileg des Bischofs Rodolfo von 983 spielt darauf an. Die zweite Hälfte des Namens stammt dagegen vom Berg über dem Dorf, in den Urkunden des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts mons luguzani genannt: bis 1867 hieß die Gemeinde nur San Vito. Im dreizehnten Jahrhundert wurden deutschsprachige Siedler, die Zimbern, gerufen, um den oberen Teil zu roden und zu bebauen.
Von dieser Handwerksarbeit ist ein geordnetes Gedächtnis geblieben: in der Corte Priorato gibt es ein volkskundliches Museum der Holzbearbeitung, mit dem gewöhnlichen Tischlerwerkzeug und dem besonderen der Wagner und Küfer, Berufe, die in San Vito seit dem frühen fünfzehnten Jahrhundert belegt sind, und mit über zweitausendsiebenhundert Gegenständen des einstigen Lebens. In der Kirche San Valentino in Leguzzano steht ein Marmoraltar von 1579, ein Werk des ortsansässigen Steinmetzen Bartolomeo Mercante. Und aus San Vito stammte Amelia Barbieri, Hebamme und Laienmissionarin, die während des Völkermords ruandische Waisen in Sicherheit brachte.
Stockfisch, Milch, Öl und Sardellen, stundenlang bei niedrigster Hitze gegart: der Baccalà alla vicentina kam 1432 mit einem Schiffbruch aus Norwegen.
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Außerhalb von San Vito di Leguzzano, aber als Ausflug gut erreichbar.